CD NEWS Mai 2006

77 EL DEORA
Sirenes
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
Web-Site: western-independent.com/eldeora/
Diese Band kann
Rocken ("This Records Sucks"), Honky Tonken (Ain't I A)
Handsome Fool? und Gitarre spielen..... Eine schöne, abwechslungsreiche CD
präsentiert sie uns. Jenn Courtney hat eine ungewöhnlich tiefe Stimme, aber ich
mag das. Alles in allem eher eine
auf Country- als eine
auf Rockabilly-orientierte
Band.

THE BOOTCUTS
In the Comfort of Your Own Home
Erhältlich bei: www.bootcuts.com oder: www.cdbaby.com
Eine ausgezeichnete, spielfreudige Band. Hillbilly par excellence. Die 3 Weibsen am Gesang lösen sich offensichtlich bei den Stücken ab oder ergänzen sich mittels Harmonien.

CROOKED ROADS
Heartbreak Sampler
Erhältlich bei: www.heartbreaksampler.com
"Man braucht keine Cowboy-Stiefel oder ein Honky-Tonk, um sich traurig zu fühlen.
Ich habe gerade meine Tennis-Schuhe an und jede Strassenecke wird mir reichen."
Alle 10 Songs
dieser CD haben einen Zusammenhang, einen gemeinsamen Nenner. Die CD hat eine Persönlichkeit.
Die Stücke sind zwar smart, aber sie
befriedigen das Herz nicht mit ihrer Bauernschläue. Jede Melodie bleibt im
Kopf, alle Nummern haben ein Thema: Liebe. Und auch wenn die Band mal rockiger
wird, der Sänger bleibt immer zart, manchmal wünscht man ihn sich etwas
stärker, aber vielleicht kommt dadurch der Herzschmerz nur noch mehr durch. Mit
Pedal Steel, Fiddle, akustischen und elektrischen Gitarren
Der Sänger Digman meint dazu: "Ich bin nicht daran interessiert, Geschichten zu erzählen oder etwas aus der Sicht eines Anderen zu komponieren. Ich schreibe, um mein Innenleben zu entdecken und auszudrücken – Wunden zuzugeben und sie dadurch zu heilen. In diesem Sinne sind meine Titel sehr wohl persönlich. Aber einen Song zu komponieren ist nicht dasselbe, wie wenn man ein Magazin schreibt. Ein Stück muss sich dem Zuhörer öffnen und ihn einladen, einzutreten. Also möchte ich, dass meine Lyriken zugänglich sind, nicht privat. Ich möchte, dass sich andere damit identifizieren können."
Ein kluges Klöpfchen, nicht wahr?

Doyle Lawson & Quicksilver
He Lives In Me
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
Die Qualität von Doyle Lawson zeigt sich nicht nur bei seinen Auftritten, sie schlägt sich auch in seinen CD's wieder. Der Musiker Doyle Lawson durfte inzwischen diverse Preise für sich beanspruchen.
Hier legt er erneut ein wunderschönes Gospel-/Bluegrass-Album vor. 12 Titel insgesamt, die's in sich haben.

Locust Mountain Boys
Back in Time with Family & Friends
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
Die Locust Mountain Boys kommen aus den Blue Ridge Mountains von Virginia. Sie sind jung, bringen viel Energie, aber auch eher progressiven Bluegrass in ihr Spiel ein.
Auf dieser CD vereinigen sich 3 Generationen der äusserst
talentierten Carper Familie. Hinzu kommen ein paar
spezielle Gäste. Das offizielle Band-Line-Up besteht
aus:
Jesse Carper - Mandoline, Gesant
Steve Carper - Banjo, Gesang
Jeff Johnston – Kontrabass, Gesang
Josh Wilson – Gitarre
Als besondere
Gäste fungieren: Victor Dowdy mit seinen 2 Söhnen, Steve & Donald (von The
Bluegrass Brothers), Steve Carper Sr., Donnie Jones und Pete Garman!
Die Nummern auf dem Tonträger bestehen aus Traditionals, aber auch aus
Eigenkompositionen der Locust Mountain Boys!
Ein besonderes Highlight macht
machen "Highway
To Heaven"/"Goodbye Little Joe".
Es
handelt sich um ein spezielles Tribut an den verstorbenen Michael Landon.
Michael spielte den Little Joe Cartwright in der Fernseh-Western-Serie Bonanza
(oder die Hauptrolle in "Unsere kleine Farm" wie auch in "Ein
Engel auf Erden").

Joe Sun
Dixie And Me
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Joe Sun (geboren als James Joseph Paulsen am 25. September 1943 in Rochester, Minne-sota) ist ein Country Musik Sänger und Songwriter mit Schwedischen Wurzeln. Joe Sun lebt in Nashville, TN. Seine Musik wurde von Leuten wie Hank Williams, Elvis Presley, Ray Char-les, Waylon Jennings und Bob Dylan beeinflusst. Dadurch widerspiegelt er Soul, Blues, Honky Tonk, Rock 'n' Roll, zeitgenössische und traditionelle Country-Musik. Der Musiker Joe Sun selber beschreibt seinen Stil als Blues und Country.
Seine Jugendzeit
verbrachte Joe auf dem College, dann in der Air Force.
Danach
nahm er div. Jobs an, etwa den eines DJ's beim
Radiosender WMAD in Madison, Wisconsin und Key West, Florida. 2 Jahre arbeitete
Joe anschliessend für eine Computer Firma in Chicago. Während er sich dort
aufhielt, sang er in diversen Bands, meist unter dem Namen "Jack
Daniels." Nebenbei hörte er sich Südstaaten Musik und R&B am Radio an.
1972 kam er schliesslich nach Nashville und nahm sich vor, innert 5 Jahre zum
Musiker zu mutieren. Dabei führte er u.a. ein kleines Grafik-Geschäft namens
The Sun Shop, hernach übernahm er Aufnahme-Promotionen, die schliesslich gegen
Ende 1977 zu einem Stint bei Ovations führte.
Joe's erste Single hiess "Old Flames (Can't
Hold A Candle To You)" . Die Scheibe erschien im Mai 1978 und
erreichte in den Charts die Top 20. Weitere Hits folgten mit "I Came
For Business For The King," "I'd Rather Go On Hurtin" und "Shotgun
Rider" (1980). Als Joe's drittes Album, Livin'
On Honky Tonk Time veröffentlicht wurde, schloss die Plattenfirma Ovation ihre
Tore. Joe unterschrieb bei Elektra, der Firma, die Ovation 1981 aufkaufte. Damals
machte er gerade "I Ain't Honky Tonkin' No More". Das Album Best of Joe Sun erschien bei Elektra.
1984 zeichnete Joe "The Sun Never Sets" für Sonet auf. Später folgten "Twilight Zone" mit Dixiefrog (1986) und
"Hank Bogart Still Lives" erneut mit Dixiefrog im Jahr 1989. Nur Randy Travis' Album verkaufte sich in Frankreich besser. 1991
veröffentlichte Dixiefrog "Out on the Road".
Die
Scheibe erschien nach Joe's 5-monatiger Europa-Tournee. Sun's erstes Solo-Album
(1992), "Dixie and Me", bei Oesterreichs Crazy Music erschienen, feierte
ebenfalls ihr Debüt. Die Nachfrage brachte 1994 die CD namens Some Old
Memories, beim selben Plat-tenlabel erschienen, hervor.
Ein Album plus Video für Some Old Memories kam 1994 von Crazy Music auf den
Markt und wurde auf SF1, einer Schweizer Fernseh-Station wie auch bei 3SAT
ausgestrahlt.
Insgesamt hat
Joe Sun 14 Alben veröffentlicht. Auch für Budweiser und Timberline Schuhe
machte er Reklame. Zudem trat er in Fernsehshows auf, hat 1989 und 1990 2
Grammy-Nominierte Platten im Ausland gemacht und nahm eine Rolle im Film Marie,
A True Story, neben Sissy Spacek, Jeff Daniels und Morgan Freeman an.
Beim Anhören von Joe's neuestem Werk kam mir zuerst in den Sinn, dass, wenn
Harlan Howard einen Song nicht geschrieben hat, Joe Sun die Arbeit für ihn
erledigte. Hier und jetzt. Joe besticht nicht nur durch sein
Mundharmonika-Spiel, sondern auch durch seine rauhe Stimme, die man sofort mit
Rock in Verbindung bringt.
13 Songs des Mannes, den Johnny Cash einst als besten Sänger Nashville's bezeichnete.

John Bowman
Remember Me
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Auch hier wieder eine Gospel-Bluegrass-CD. John Bowman's Stimme ist gut, aber er ist kein Terry Eldredge. Vielleicht geht's hier ja tatsächlich um das "Sinner-or-Saint" Ding, wer weiss. Mir ist der Typ ein wenig ZU brav, zu klar, zu – langweilig?
Mit den Harmonien wird die CD dennoch ausgezeichnet, auch die Musik ist super. Trotzdem: Der "Kick" fehlt.

BOB HOWE
GO WEST
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Das lange erwartete Solo-Album von Bob Howe - GO WEST handelt von den guten alten Western-Filmen und verspricht die damals übrigen TV Themen inkl. ein paar Überraschungen.
Für alle, die auf Western-Film-Titelmelodien stehen. High Noon, Bonanza, Riders In The Sky, Red River Rock und Yakety Axe – alles dabei!!!! Und LAUT!!!!

Aimless Pursuit
Paradise at Last
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Web-Site: www.aimlesspursuit.com
Aimless Pursuit
ist eine akustische Stirng Band aus der Umgebung von Philadelphia,d ie
Bluegrass, Old Time, County Blues, Western Swing und zeitgenössischen Bluegrass
anbietet. Aimless Pursuit sind 4 Leute, die von Hot
Rize, Old Crow Medicine Show und Old and in the Way/Grey beeinflusst werden.
Ihre traditionelle, akustische Bluegrass-Instrumentation besteht
denn auch aus Kontrabass, Guitar, Banjo, Mandoline und Harmonica.
Das Stück "Wagon Wheel" habe ich denn auch schon von Old Crow
Medicine Show – aber diese Jungs scheinen reifer zu sein, die Version von Aimeless
Pursuit klingt voller. Dafür macht mir ihr "I'm A Man Of Constant
Sorrow" Mühe, auch wenn die Mundharmonika ausgezeichnet ist – der Gesang
ist das Gegenteil. Doch CC Rider macht alles wieder gut – die Leidenschaft des
Sängers kommt voll Durch. Alles in allem eine empfehlenswerte Band.

The Bluejays
A Hundred Songs
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Die Bluejays kreiiren einen völlig neuen Stil, in dem sie Country- und Rockabilly Wurzeln Tribut zollen. Buck Owens lässt grüssen.
Eine CD, die für Güte steht. Teilweise ist die Instumentierung elektrisch, mit Percussion, ein Hauch Südsee ist ebenfalls vorhanden....aber alles erste Klasse.

Miles To Go
May I Come With You
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
Web-Site: www.milestogomusic.org
Miles to Go ist zu 80% eine weibliche Bluegrass Band. Und die Mitglieder nutzen das voll aus.
Die Band besteht aus Cassie Singley am Gesang und Banjo, Tamilisa Wood und Hilary Barlow an der Mandoline und der Fiddle sowie am Harmonie-Gesang, Maggie Sabey ist für den Bass zuständig und Trent McCausland für die Gitarre.
Die Band besitzt
einen einzigartigen Sound, der sich durch kraftvollen Gesang und gute
Instrumentation auszeichnet.
Es gibt Songs, bei denen geht's mir wie Schweizer Schokolade: Ich kann ihnen nicht wiederstehen. Einer davon ist sicherlich "Long Gone Lonesome Blues". Die Version von Lash Lariot wurde zwar meiner Meinung nach auch von dieser Band nicht übertroffen, aber sie stehen ihr nur wenig nach. Ausgezeichnet der Gesang von Cassie Singley. "Ride On A Train" lässt Ferienstimmung aufkommen, "Hard Time" weckt die Sentimentalität des Zuhörers. Trotzdem höre ich das Stück lieber von einer männlichen Stimme gesungen.....denke ich, bis die Harmonien einsetzen. Hörenswert.

Jerry Reed
Let's Git It
On
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
Ich bin immer froh, wenn ich über meine Lieblinge berichten kann. Und hier handelt es sich um einen ganz besonderen. Wem der Name nichts sagt: Hat irgendwer wie ich diese däm-lichen Burt Reynolds Filme 'reingezogen? Aber sicher nicht aus demselben Grunde. Ich habe sie wegen Jerry Reed ertragen, dem Trucker mit dem Basset.
Und wem das immer noch nichts sagt: Jerry Reed war der Komponist von Elvis "Guitar Man".
Nur, dass dieser Mann eben in Nashville unterestimiert wird – weshalb auch immer. Unfair ist es schon, denn Jerry Reed ist einer der besten Picker überhaupt. Fingerpicker.
Hier meldet er sich mit einer CD zurück, deren Einkünfte den Truppen bzw. den Kriegsveteranen zugute kommen. Also auch noch eine gute Sache. Aber eigentlich muss man für die Werke von Jimmy Reed nicht werben. Auch dieses ist Meisterklasse geworden....von Jerry Reed ist man nichts anderes gewohnt. LET'S GIT IT ON!

The Lonesome Sisters
The Lonesome Sisters with Rayna Gellert: Follow Me Down
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
Web-Site: http://lonesomesisters.com
SARAH
singt Leadgesang,
ausgenommen
bei GOING ACROSS THE MT (Rayna)
und DARLIN'
DON'T YOU KNOW (Debra).
DEBRA
singt Harmonie,
spielt
Mandoline, meist Gitarre.
Sarah
nimmt sich bei FOLLOW ME DOWN, ILLUMINATION,
I'LL WAIT
und TONIGHT YOU'RE GONNA LOSE ME der
Gitarre an.
RAYNA
ist für die Fiddle zuständig und singt Lead bei GOING ACROSS
THE MOUNTAIN.
SARAH
zupft das Banjo bei LIKE THIS.
DEBRA
spielt ein Kevin Enoch
Nylon
Saiten-Banjo bei REUBEN'S TRAIN.
Diese Mädchen aus New York beweisen, dass weibliche Bluegrass-Sänger den männlichen Vorbildern in nichts nachstehen. Unglaublich, diese Stimmen. Unglaublich auch die Harmonien. Und tolle Songauswahl.

The UGLY BUGGY BOYS
(Die CD ist nur an den Konzerten erhältlich)
Web-Site: www.tubb.be
So. Und jetzt beziehe ich mich noch auf eine Ausgabe von Bluegrass Europe (Nr. 45 vom August - September 2005). Ich habe dieses Heft erst letzthin anlässlich des Bluegrass-Festivals Willisau (wo es gratis verteilt wurde) zu fassen gekriegt.
Das Heft bezieht sich bei den Konzert-Besprechungen (S. 3) auf die Ugly Buggy Boys aus Belgien. Da stört mich einiges "Der Gitarrist klang ganz kompetent, z.B." Oder "Gassen-hauer". Oder "Altbluegrasser suchten eine sichere Entfernung".
Anscheinend bin ich eben kein Altbluegrasser (obwohl ich das bisher dachte).
Wir selber trafen die Ugly Buggy Boys per Zufall. Eigentlich fuhren wir damals für 2 Dale Watson Konzerte nach Holland. Am Samstagmorgen war's uns langweilig, so spazierten wir in die nahe Stadt. Zu unserem Entzücken fand dort ein Bluesfestival statt. Überall kleine Bühnen, mit kleinen Elvis'.... Ganz am Ende wurde ich durch bestimmte Töne angezogen wie die Ratten von Hammeln vom Rattenfänger. Und da sassen sie, die Ugly Buggy Boys. Der Gitarrist mag zwar, wie im Artikel erwähnt, vieles von Merle Travis abgeschaut haben, aber ich hörte auch Joe Maphis und vor allem Chet Atkins. Aber "Altbluegrassern" sind diese Musiker anscheinend nicht vertraut (obwohl Chet bei vielen Louvin Brothers-Nummern mitwirkte). Mit dem Schlagzeug habe ich mich lange und ausführlich befasst. Für mich gibt es keinen besseren als "The Trap", Mr. Rich. Und ich bin sehr empfindlich, was die Lautstärke des Drums anbelangt. Aber das Schlagzeug der Ugly Buggy Boys war nicht, wie im Artikel erwähnt, zu laut. Keineswegs. Auch der Bass war hörbar und die Gitarre spielte eh die Hauptrolle – neben den Schweizer Witzen, wozu ihre Version von "Smoke On The Water" (da geht's ja um den Brand in Montreux/Schweiz) ausgezeichnet passte. Wir Schweizer mussten sogar über die Milka-Witze und vor allem über die Milka-Kappen (handgestrickt, vermute ich) lachen.
Wen wundert's also, das ich obige CD nur wärmstens empfehlen kann, denn:
- das Schlagzeug ist NICHT zu laut
- so Gitarre spielen zu können, wünsche ich mir
- der Gesang ist entspannt, sympathisch, Hillbilly-mässig.
- die CD gefällt nicht nur Rockabilly- sondern auch Hillbilly und traditionellen Country-Fans
- "Hot Corn, Cold Corn" ist die beste Version, die ich bis dato hörte
- die Jungs haben Spass an dem, was sie machen – eindeutig
- der Humor würde auch Altbluegrassern gut stehen

DAVID CHURCH
A Legend Froze In Time
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
Und jetzt noch eine CD-Kritik auf Wunsch. Hier wollte ich mich drücken, denn als grosser Hank-Williams sen. Fans gehen mir für Kopien nichts ab. Aber David Church wurde vom Hank-Williams sen. Fanklub und dem Museum für würdig befunden.
Okay, ich gab nach, weil erneut der "Lone Gone Lonesome Blues"-Song vorhanden ist. Oder wegen "Cold Cold Heart"? Keine Ahnung. Spielt auch keine Rolle. Wer schon alle Hank Williams sen.-CD's im Schrank hat und sich 'was Besseres als den Enkel wünscht, kann mit David Church seine Suche beenden. Und, keine Angst, er klingt NICHT wie der King!


DICKEL BROTHERS (Vol. I + II)
Erhältlich bei: www.cdunivers.com, (Sampler),
Web-Site: www.myspace.com/thedickelbrothers oder: www.dickelbrothers.com
Die Dickel Brothers traten mit den Hunger Mountain Boys auf. Dadurch bin ich auf ihren Namen gestossen.
Die Dickel Brothers
sind Nate Dickel am Banjo Bass (was immer das sein
mag), Matt Dickel an der Gitarre, Jason Dickel an der Ukulele und der Fiddle
sowie Marcus Dickel am Banjo.
Beeinflusst wurden
die Musiker von Charlie
Die Jungs bezeichnen sich als eine Clique aus Eigenbrötlern, die in kein Cliché passt. Die Band begann in den 90er Jahren (keine Ahnung, wann genau) und hatte über die Jahre hinweg 8 verschiedene Mitglieder, bis sich das gegenwärtige 4-köpfige Line-Up durchsetzte. Die Art von Musik, die sie offerieren, ist den ältesten noch auffindbaren Schellack-Platten entliehen. Die Jungs nennen das Phänomen Old Time Music. In den 40er Jahren konnte man diese am Radio empfangen, davor existierte sie aber bloss auf Schellack. Das gewöhnliche Fussvolk machte von ihr Gebrauch. Handgemachte Musik, also. Ein paar Stücke wurden Zeitgenossen abgeguckt, andere wiederum waren auf Notenblättern erhältlich.
Gegenwärtig beschäftigen sich die Dickel Brothers nicht mit Komponieren, in der Vergangenheit haben sie aber ein paar Nummern geschrieben. Sie spielen meist in der Gegend von Portland, Oregon. Und: Diese Outlaws sind originell. Sie versprechen ihren 611 Freunden, dass sie die Teppiche ausrollen werden, wenn diese ihre Konzerte besuchen. Nett, gelle?

Red Rose Girls
Self Titled
(MTR407)
Erhältlich bei: www.emptyrecords.com (Sampler)
Wer erst einmal auf die Dickel Brothers stiess, kommt nicht um die Red Rose Girls 'rum. Und das ist auch gut/richtig so. Diese 3 Frauen konnten sich bereits einen eigenen Namen schaffen durch ihre Harmonien. Ihre einfache und spassige, traditionelle CD wird viele Fans der Carter Familie, Doc Watson's, etc. erstaunen und begeistern. Obwohl sich die Mädchen an die Geschichte der Landmusik der 20er, 30er Jahre halten, versuchen sie sich nicht an der Mandoline oder am Hillbilly, sondern an akustischen Gitarren und einzigartigen Harmonien. Der Rhythmus macht einen starken Hintergrund.
Ein Fan sagte über die Mädels: "Die Red Rose Girls bringen die Leute zum Rocken. Solche, die nicht mal wussten, dass sie vor allem Rocken wollen."
Ein unglaubliches Werk. (Anspieltipp: "March Winds").

Erhältlich bei: www.foghornmusic.com (Sampler)
Der Sound der Foghorn Stringband aus Portland, Oregon könnte aus den Wohnzimmern der 50er Jahre stammen. Damals schwirrten die traditionellen Klänge des ländlichen Amerika noch in den Köpfen junger Musiker herum. Bald beschäftigen sich jene damit, Old-Time Musik ins moderne Zeitalter zu katapultieren.
Die enge instrumentale Zusammenarbeit der Foghorn Stringband, das Line-Up aus Fiddle, Banjo, Mandoline, Bass und Gitarre – ist die typische Bandbesetzung der frühen Bluegrass-Musik. Doch der kraftvolle Teil stammt wohl eher von der Old-Time Musik, denn in jener war die Fiddle der wichtigste Bestandteil.
Auch hier ist das der Fall. Die Musiker der Foghorn Stringband widmen sich intensiv dem Fiddle-Repertoire aus den südlichen Appalachen und dem Mittleren Westen, auch die Piedmont Region wird nicht ignoriert. Von Traditionalisten kriegt die Gruppe Beachtung, so haben sie sich auch mit einem der bekanntesten Musikern dieses Genres, Dirk Powell, kürzlich zusammengetan, um als Dirk Powell Band zu musizieren. Auch wenn sie Old-Time Musik vortragen: Die Mitglieder der Foghorn Stringband lassen sich nicht auf die Rekreation in Kostümen beschränken. Sie sind keinesfalls Experimentalisten des digitalen Zeitalters. Ob sie sich nun auf den Rock-, den Bluegrass oder Tanzhallenbühnen bewegen: Sie sind immer davon überzeugt, dass jene Old-Time Musik, die sie auf traditionelle Art und Weise bringen, auch heute noch, im 21. Jahrhundert, am Leben ist und am Leben erhalten werden muss.
Das Herz der Foghorn Stringband machen der Fiddler Stephen "Sammy" Lind und der Mandolinen-Spieler Caleb Klauder aus. P.T. Grover Jr. ist der 3-Finger-Picker. Er bringt mit seinen Banjo-Einlagen die Band auf eine neue Ebene in der Welt der zeitgenössischen Old-Time Bands. Kevin Sandri spielt Rhythmus Gitarre plus Snare Drum und Bassist Brian Bagdonas sorgt für den treibenden Beat hinter den Foghorns. Caleb, Sammy und Kevin passen auch gesanglich betrachtet zusammen. Ihre Musik ist einfach, von einer natürlichen Ehrlichkeit, wohl deshalb, weil sie am Liebsten live auftreten.
Es gibt Stücke, über die kann ich einfach nicht hinweg sehen. Wenn eine Band "Be Nobody's Darlin' But Mine" spielt, kann ich nicht widerstehen.

The WIYOS
Hat Trick
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Web-Site: www.truthfacerecords.com/wiyos
Die Wiyos aus New York veröffentlichen hier ihre zweite CD, Hat Trick. Die Scheibe besteht aus einer Sammlung von total 13 traditionellen Titeln, die einer Live-Set-Liste von Vaudevillian Ragtime/Jugband Blues und Hillbilly Swing entnommen wurde. In der heutigen Zeit, wo unzählige Aufnahme-Techniken den Markt beherrschen, hat sich die Band zur Umkehr entschlossen. Nach Europa- und den US-Tourneen zog sich die Truppe in die PIE Studios von New York zurück und musizierte dort mit der besten alten Geräten, die sie auftreiben konnte. Die CD entstand in 3 Tagen, mit lediglich 2 Mikrofonen, die in einem Wohnzimmer montiert wurden. Der Produzent, Perry Margouleff, für Aerosmith, die Rolling Stones und Jimmy Page zuständig, konnte den Klang und den Geist der Band geschickt festhalten.
Ich bin froh, hat sich mein Verdacht bestätigt. Als ich die ersten Stücke der Wiyos anhörte, kam mir zuerst Ragtime in den Sinn. Dann dachte ich, singt da einer durch's Megaphon, hernach konzentrierte ich mich auf die Mundharmonika. Die Truppe gehört zur absoluten Elite aller Bands, die sich auf den Weg machten, die "alte amerikanische Musik" aus der Versenkung zu holen. Den Wiyos ist es gelungen.

THE GARRY OAKSMEN
CD noch nicht erschienen
Web-Site: ? (Auf My
Space)
"Ich benutze Alkohol, um mir den Weg zu erleichtern....."
The Garry Oaksmen aus British Columbia spielen eine einzigartige Art von Folky Bluegrass mit ein wenig Country und Musik der Ostküste zur Auflockerung. Sie sind Geniesser guten Biers und lieben irischen Whiskey. 2 Gitarren, ein 5-String Banjo, ab und zu ein Bass oder eine Mandoline runden das Trio ab. "All That Matters" heisst ihr 10 Song Debüt. Erhältlich per Email: thegarryoaksmen@hotmail.com

CAPTAIN GRAVEL
Mountain Liar (CD kommt bald auf den Markt)
Web-Site: www.captaintravel.com (Sampler)
Captain Gravel tritt akustisch, in alten Anzügen und einem einzigen Mikrofon aus den 30ern auf. Manche mögen denken, es handle sich hier einfach "um eine weitere Bluegrassband". Aber nur, bis sie zu musizieren beginnen. Die Band aus Seattle hält sich zwar, wie vermutet, an Bluegrass- und Old-Time Gospel Nummern. Aber die 5 Mitglieder wagen sich weiter vor: Manchmal tanzt ihr Publikum gar zu den Dixieland Jazz Nummern des Banjos von Binkle Robert oder zu den Instrumentals des Mandolinen-Spielers Miller McNay.
Michael Connolly muss jedes Mal auf der Fiddle neue Saiten aufziehen, wenn er seine feurigen Solis bringt, Chad Gibson bietet sanften Gesang und schnelles Gitarren-Picking und Ingrid Eyen hält die Band mit ihrem Kontrabass zusammen. Manchmal tanzt sie zum Spiel oder singt ein paar Stücke alleine.

CREEPING TIME ("Original acustic Grassrock")
Cheap American Lager
Erhältlich bei: www.creepingtime.com (Sampler)
Ein starker Bass (Rockabilly lässt grüssen), eine verrückte Fiddle, ein sympathisches Snare-Drum.....was will man mehr. Das jugendliche Alter der Band kommt durch, vor allem beim Gesang, dennoch ist die Band gut und viel versprechend. 3 Jahre brauchte Creeping Time bis diese CD zustande kam. 14 Songs werden angeboten, Captain Gravel (s. vorstehend) beteiligten sich daran.
Die Instrumentation
ist traditionell: Kontrabass, Mandoline, Fiddle,
Gitarre.
Die Einflüsse stammen von Steve
Earle, The Waybacks, Grateful Dead, Robert Earl Keen,
Doc Watson, Public Radio und Bob Dylan.

THE TALLBOYS
Yeah Buddy
Web-Site: www.tallboys.com (Sampler)
Die Tallboys aus Seattle sind ebenfalls eine Old Time String band. Ihr Sound führt die Zuhörer an den Beginn des 19. Jhr.'s zurück, als die Musik noch von Hand gemacht wurde. Wohnzimmer und Tanzhallen gab's und Musiker waren einander Nachbarn. Die Tallboys haben es sich zur Aufgabe gemacht, eben jene Zeit zu bewahren und sie ans heutige Publikum weiterzugeben. Dies tun sie voller Leidenschaft und jugendlichem Charm.
Die Band fand sich 2003. Ihre Karriere begannen sie als Strassenmusiker. Den Mittelpunkt der Band macht der Fiddler, Joe Fulton. Er spielte bereits als Junge in Iowa. Der einzigartige Klang seines Instrumentes führte denn auch zu dem heutigen Line-Up. Dabei wird er vom Clawhammer- & 3-Finger-Stil Banjo-Spieler, Charlie Beck, unterstützt. Charlie musiziert nicht nur seit 10 Jahren, er ist auch ein talentierter Songwriter, der viele Bandmelodien selber schrieb. Für das Fundamt der Band ist der Bassist John Hurt aus Oregon verantwortlich. Clogger der Band ist Charmaine Slaven aus Montana. Sie stiess 2005 zur Truppe. Sie tanzt im Stile der Appalachen, klimpert manchmal aber auch auf der Rhythmus Gitarre oder singt.

THE STARWELL SISTERS
Feet all Over The
Floor
Erhältlich bei: www.starwellsisters.com (Sampler)
Stephanie Prausnitz (Fiddle) und Evie Ladin (Banjo/Clogging) haben sich im Old-Time Repertoire gefunden. Sie singen Melodien, die die Dynamik des Quartetts erst richtig zur Geltung bringen. Lisa Berman's einzigartiges Dobro-Spiel versorgt die Band mit etwas Country und Blues. Martha Hawthorne (Bass) und Sue Sandlin (Gitarre/Tiple) treiben die Band an. Jede Schwester singt, bringt ihre Energie und ihre Seele ins Spiel.
Wer die Carter Family mag oder auf den Gesang der Mädels beim "Oh Brother Where Are Thou" Film steht, ist hier richtig. Zarte Musik, wie sie schöner nicht sein könnte. Nichts für Leute, die mit Tiefe nicht umgehen können.

THE FLAT MOUNTAIN GIRLS
Honey Take Your Whiskers Off
Web-Site: www.flatmountaingirls.com
The Flat Mountain Girls sind
eine Old-Time String Band ’ aus

THE EARL BROTHERS
Troubles to Blame
Erhältlich bei: www.earlbrothers.com
Die Earl Brothers führen auf der My Space-Web-Seite lediglich 2 Einflüsse auf: Die Stanley Brothers und die Ramones. Nun – die Geschwindigkeit haben sie unbedingt von letzteren übernommen.
Die Earl Brothers sind eine 4-köpfige String Band aus Nordkalifornien. Ob sie nun jemand mit "Honky-Tonk Bluegrass", "Hillbilly Gothic" oder "Neo-Traditional" umschreibt, spielt keine Rolle. Was allen Bezeichnungen gemein ist: Irgendwas scheint der Band zu sagen, dass "weniger mehr ist".
Alle, die sich noch daran erinnern können, was sie empfanden, als sie erstmals die Klänge von Bill Monroe oder die Harmonien der Stanley Brothers hörten sei gesagt, dass dasselbe mit ihnen geschehen wird, wenn sie auf die Earl Brothers treffen. Anstatt wie viele andere Bluegrass-Musiker die Original Meister wiederzuentdecken, konzentrieren sich die Earl Brothers auf ihre eigene Musik, die aber wiederum wie jene aus den 40ern, 50er Jahren klingt. Ein Zuhörer meinte einmal: "Irgendwas Mysteriöses geht ab, wenn die Earl Brothers die Bühne betreten. Ich weiss nicht, was es ist, aber es kann mir egal sein. Ich weiss nur, dass da etwas von Bedeutung abgeht."
Die Band baut sich um den Gesang und das Kompositionstalent von Bobby Earl Davis (Banjo) und John McKelvy (Gitarre) auf. Hinzu kommt das geschmackvolle Mandolinen-Spiel von larry Hughes und der treibende Bass Josh Sidman's.

MICHAEL JEROME BROWNE &
The
Erhältlich bei: www.michaeljeromebrowne.com
Michael Jerome Browne & The Twin River String Band wurden 2005 am Juno mit einem Award für The "Best Roots & Traditional Album- Solo" prämiert. Vorliegende CD erschien zwar bereits 2004, dennoch bin ich der Meinung, dass dieser Künstler keinesfalls übergangen werden darf. Michael's Stimme passt sich immer den Songs an. Einmal klingt sie nach Blues, dann wieder nach Two Step par Excellence, dann nach Cajun. Schlichtweg grossartig.
Michael wurde 1960 in South Bend, Indiana geboren. Mit seinen Eltern zusammen durfte der Junge sich Sonny Terry, Brownie McGhee und Lightnin' Hopkins ansehen. Hernach nahm er das Gitarren-, Mundharmonika- und Banjospiel auf. In den letzten 6 Jahren hat Michael 3 Alben veröffentlicht.

UGLY DOG SKIFFLE COMBO
Live at Western Star
WSRC 004
Erhältlich bei: www.skiffledog.co.uk
Bei den vorausgegangenen Tonträgern habe ich oft an Skiffle gedacht. Jetzt ist er da. Und wie!!! Mit dem ultimativen "Don't You Rock Me Daddy 'O" beginnt das gute Stück.... und hält sein Versprechen bis zum Schluss. Die CD ist Live und dementsprechend ist die Qualität ausgefallen. Schade, ist diejenige der Musik nicht vergleichbar mit derjenigen der Aufzeichnung. Aber da erstere erstklassig ist, darf man wohl betr. Abmischen ein Auge zudrücken.
Diese Band gibt es übrigens seit 2000 – und sie stammt - keine Frage – aus England.
Mitglieder sind:
James 'Jez' Barr
(12 String-, Slide & Elektr.
Gitarren, Mundharmonika,
Gesang)
Neil 'the Bear' Thomas
(Waschbrett und Gesang)
Clive Perchard (Kontrabass, Gesang & Percussion)
Martin Gilmour (Dixieland Banjo, Bass Gitarre und
Hintergrundgesang)
Steve Gilmour (2 Schlagzeuge, ein Cymbal
und Hintergrundgesang)
Wayne Beauchamp (akustische und elektrische Gitarren,
Mundharmonika, Kazoo & Gesang)
'Lost' John Bates (Bluegrass Banjo, Gesang & Percussion)
'Baz' Mungham (Schlagzeuge,
akustische Gitarre & Hintergrundgesang)
Luke 'on the uke' Gibbard (Waschbrett, Ukulele & Hintergrundgesang)

Skiffle Revival
Various
Artists
RAUCD 151
£6.00 (+. P&P)
Erhältlich bei: www.skiffledog.co.uk
Eine CD mit Skiffle-Stücken verschiedener Bands. Für Fans, die gerne Abwechslung haben. 26 Stücke stehen zur Auswahl!

BUCK STEVES & THE BUCKSHOTS
Erhältlich bei: www.buckstevens.com
Viel besser kann Rockabilly nicht sein. Zumindest der traditionelle, alte. Schöne Gitarre. Der Junge aus dem Norden von Kentucky hat mit seiner Debüt CD bei Wild Hare Records ein echtes Sammlerwerk geschaffen.

THE BILLS
Let 'em Run
Erhältlich bei: www.thebills.ca (Sampler)
Ein starker Sound und Harmonien erster Güte zeichnen die Bills (Kanada) aus. Sie sind mutig, wagen sich an Cajun, keltische Einflüsse, Hillbilly. Die Boys musizieren, was das Zeug hält.
Das Non-Plus-Ultra der Band sind die verschiedenen Stimmlagen, die sie in den Harmonien, manchmal gar Accapella, geschickt einzusetzen wissen. Ein Kritiker: "Eine klassische Reise in ihr eigenes, akustisches Wunderland".

THE BOXCAR PREACHERS
Spindletop Strike
Erhältlich bei: www.genuinerecordsaustintexas.com,
Web-Site: www.theboxcarpreachers.com
Manche Musik ist so gut, man glaubt, seinen Ohren nicht trauen zu können. Dies gilt auch für vorliegende CD. Sie besteht hauptsächlich aus Old-Time String Sound. Ich schäme mich ein wenig, diese Gruppe nicht vorher entdeckt zu haben, erschien ihre CD "Spindletop Strike" doch bereits 2002. Doch die 3 Samplers auf der Web-Site machen unbedingt Lust auf mehr. Eine scheinbar junge (die Web-Site belehrt eines Besseren), spielfreudige Gruppe, die durch tolle Harmonien und treibende Rhythmen glänzt. Manchmal keltisch, manchmal rebellisch wie Steve Earle, manchmal dem Bluegrass ganz nah. Americana, eben. Und – wen wundert's? Die Band ist aus Austin, TX.

Weitere
CD:
THE BOXCAR
PREACHERS/Auto-Body Experience (leider keine Samplers)

Barn
Burners and Bathtub Bourbon
Erhältlich bei: www.genuinerecordsaustintexas.com,
Web-Site: www.theonioncreekcrawdaddies.com (alle Sampler abrufbar)
Der ersten bösartigen
Anwandlung folgend, glaubte ich, hier erneut die Boxcar
Preachers, unter einem anderen Namen, zu hören. Aber
schliesslich "b

JD Faron and the Disciples of Twang
This Town
Erhältlich bei: www.genuinerecordsaustintexas.com
Dieser Künstler hat unbedingt schon etwas von Rockabilly gehört. Sein Stil deutet darauf hin, auch wenn er traditionellen Country bzw. Honky Tonk bringt. Meiner Meinung nach könnte er sich etwas mehr auf die Stimme konzentrieren. Die Musik ist Klasse. Aber der Sänger ist nicht Dale Watson. Leider.
THE KENSINGTON
HILLBILLYS
Bones in the
Backyard
Erhältlich bei: www.kensingtonhillbillys.com
Auch
hier wieder eine ausgezeichnete Band. Der erste Sampler,
"Dyin' (is just a part of livin')" finde ich dafür wunderschön, wage aber zu behaupten, dass es nicht viele Zuhörer gibt, die den Schwermut, den Pessimismus der Nummer ertragen.
Alleine für dieses Stück hat die Band Aufmerksamkeit verdient. Es gibt Künstler, die die Nummer nicht singen könnten, ohne ihr Publikum in Tränen zurückzulassen.

DAVE ALVIN
West of the West
Erhältlich bei: www.milesofmusic.com
Dave nimmt bei mir einen ganz besonderen Stellenwert ein, obwohl mich seine CD's nicht völlig überzeugen können. Aber live – da hat der Junge kein Problem. Er kann Bluegrass gleichermassen wie Rock'n'Roll oder Blues bringen. Und alles meisterhaft. Ehrlich.
Die 2 hier vorliegenden Samplers klingen gut, sehr gut sogar. "California Bloodline" und "Blind Love" sind – was, ja? Beide dasselbe Stück. Da dürfte dem Web-Master ein Fehler unterlaufen sein. Ich denke aber, der Sampler ist "Blind Love". Blues à la Dave Alvin? Die Spannung bringt er wieder klasse hin.

Mark Knopfler
& Emmylou Harris - All The Roadrunning
Erhältlich bei: www.laut.de

BLIND CORN LIQUOR PICKERS
Erhältlich bei: www.blindcorn.com (Samplers)
Eine wirklich erfreuliche Produktion. Die Stimme des Sängers scheint für Blues wie geschaffen. Alleine dadurch unterscheidet sich der Tonträger von ähnlichen Americana Werken. Doch das Banjo tendiert zum Bluegrass. Eine alleine dadurch widersprüchliche CD. Die Band hat auch Humor, was sie mit Stücken wie "Europe on a $15 a day" beweist. Sehr schräg, sehr gut. Ein Fan der Jungs nennt sich übrigens "Jughead".

THE WILDERS
Throw Down
Erhältlich bei:
www.wilderscountry.com (Samplers)
Die Wilders, 3 Jungs und 1 Mädel, offerieren Old-Time Country. Betse Ellis fungiert an der Fiddle (und am Gesang), Ike Sheldon brilliert am Leadgesang und der Gitarre, Phil Wade präsentiert sich als Multi-Talent am Banjo, dem Dobro, der Mandoline (und dem Gesang) während Nate Gawron für die Bassläufe (und den Gesang) verantwortlich ist. Die Wilders sind humorvoll, vielseitig, so traditionell, wie eine Band nur sein kann – und ziemlich mutig. Aber sie können es sich leisten. Ihre Version von "Your Cheatin' Heart" ist sensationell, ebenso das rockige "Lonesome Old River Blues." Das Herz der Band ist schwer auszumachen, der Gesang ist gut, ebenso die Instrumentation, aber auch das Repertoire. Keiner käme auf die Idee "Seven Lonely Days" (z.B. von Patsy Cline) neben "Your Cheatin' Heart" (Hank Williams, sen.) und diversen perfekten Old-Time-Traditionals anzubieten – oder?

THE LUCKY TOMBLIN BAND
In a Honky Tonk
Mood
Erhältlich bei: www.luckytomblinband.com
Die CD sieht nicht nur gut aus, sie ist es auch.
Es wirkten mit:
· Lucky Tomblin - Leadgesang
·
Earl Poole Ball – Piano & Leadgesang
·
Redd Volkaert
- Leadgitarrer & Leadgesang
·
Sarah Brown - Bass & Leadgesang
·
John Reed – Leadgitarre & Leadgesang
·
Jon Hahn – Schlagzeug
·
Bobby Arnold – Rhythmus-Gitarre
Die Gruppe klingt immer etwas nach Fifties und hat auch Songs jener Ära gewählt, etwa "Honky Tonk Hardwood Floor" oder "There She Goes". Beide Stücke gehören zu meinen Lieblingsliedern, weshalb ich sie auch gut kenne. Was fehlt, ist das Temperament. Der "Funke" springt nicht über. Ein Höhepunkt ist sicherlich Sarah Brown's "Trouble In Mind". Earl Poole Ball am Gesang bei "The Keys In The Mailbox" ist gefällig. Schade, kann das Stück, das Redd Voelkert ("Squaws Along The Yukon") beigetragen hat, nicht gehört werden.
MOJO
GURUS
Shakin'
In The Barn
Erhältlich bei: www.mojogurus.com
Es gibt die Liebe auf den ersten Blick noch. Selbst in meinem hohen Alter. Das sagte ich mir, als ich dieses hübsches Teufelchen sah. Und siehe da! Für einmal KEIN Irrtum!!
Aber es wird L-A-U-T, wenn die Mojo Gurus im Recorder liegen, das ist sicher. Und da taucht schon das nächste Problem auf: Wie kann ich ihre Musik umschreiben? Ich höre Telecasters, die Blues, aber auch Polka, dann wieder Rock'n'Roll spielen. Dann wieder knallharten Südstaaten-Rock. Ein Wespennest, sage ich mir. Oder eher ein Moskitonest? Die Jungs stammen ja aus Tampa Bay, Florida. Seit 1999 sind der Sänger Kevin Steele und seine Mitstreiter unterwegs. Jede Wette, sie sind keine Spur leiser geworden.