CD News März 2008

 

Dale Watson

Help Your Lord
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Wer ein wenig über Dale Watson weiss, dem ist bewusst, dass keiner so sehr den Glauben nötig hat, wie er. Und dass nur wenige eine solche Stimme besitzen - und einen nur wenige Künstler trotzdem so oft enttäuschen.

Hier aber wächst der kleine Texaner mit der starken Stimme über sich selbst hinaus. Nicht mal die Bläser können da irgendetwas zerstören.

Ich habe nicht geglaubt, dass ich das noch einmal sagen müsste, aber: "Danke Sire Watson."

 

 

 

Silver Root

Full Measure
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Eigentlich dürfte mir Silver Root nicht gefallen. Zu modern ist die Musik für meinen Geschmack. Doch vom ersten Moment an entstehen bei Silver Root Bilder im Kopf, man besinnt sich auf das Wesentliche, ist entspannt, beginnt zu träumen. Gibt es esoterische Musik? Setzt sich diese gar aus Bluegrass, Blues, Keltik, zarten Fiddleklängen und zurückhaltenden Harmonien zusammen? Dann muss sie von der kalifornischen Band Silver Root kommen.

 

 

 

Rudi Protrudi

Lady Killer

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Rudi Protrudi offeriert hier mit seinen Midnight Plowboys eine Doppel-Country CD. Eine, auf der sich düsterer Voodoo und traditionelle Country Melodien abwechseln. Rudi ist eine Legende, so muss der Führer der Garagen-Punkers aus den 80er Jahren hier wohl nicht weiter beschrieben werden.

Die Eröffnungsnummer "LSD Made A Wreck Of Me" ist ein irrer Titel, der vor allem durch die starken Kontrabassläufe bezirzt. Schade, sind nur 2 Stücke abrufbar, doch die sind stark und lassen den Wunsch nach mehr aufkommen. Rudi Protrudi - der Lady Killer - scheint jemand zu sein, der nicht nur um sein Playboy-Talent weiss. Sonst könnte er's nicht so gezielt einsetzen.

 

 

 

Kingsize Maybe

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Eaton’s Songwriting wurde schon des Öfteren gefeiert. Schliesslich kam er dadurch gar zu einem Jobs bei den Drifters. Mit ihnen durfte er für Bob Dylan Shows eröffnen. Die vorliegende CD fasst  die grossartigen Eigenkompositionen Eaton's zusammen. Sie zeigen deutlich auf, wie er mit einer Geschichte die Aufmerksamkeit seiner Fans auf sich zieht.

 

In Tat und Wahrheit eine unglaubliche CD. Sei's nun der Melodien wegen, die zum Mitsingen verführen, der rebellischen Stimme, die viele an die Band Crazy Horse erinnern ......eigentlich ist es egal. Auffallen tut der Tonträger sowieso - vermutlich muss man ihn nicht mal laut hören.....Kingsize eben.

 

 

 

Jay Sims

So Help Me

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Web-Site: www.myspace.com/jaysimsmusic

 

Jay Sims wurde in Lubbock, TX., geboren. Es gab nicht viel Interessantes in der Stadt namens Goldthwaite, in der er aufwuchs, zu erleben. Jay besuchte die North Texas Universität in Denton, wo er erstmals mit Jazz und progressivem Rock in Berührung kam. Kurze Zeit später trat er mit Duos und Trios auf.

Nach der Schule zog es Jay nach Austin. Hier strebte er eine Musikkarriere an. Seine erste Wohnung bestand aus einem zwei Doppelhaushälften. In der Einen wohnten rauhe Musiker, die den Grundstein zu seiner ersten Band legten.

Ein paar Jahre lang hielt es Jay in Austin aus, dann zog er nach Colorado und Oklahoma - wo er etwas suchte, mit dem er sich identifizieren konnte. Eines Tages kehrte er aber nach Lubbock zurück. Und wendete sich vom Country wie auch vom Rock ab, um dem Sänger/Songwriter-Leben den Vorzug zu geben.

Nach 2 bescheidenen Jahren in der Hub City zog es Jay erneut nach Austin. Hier fand er eine Band, Buck Forty-nine. Ein paar Jahre später gründete Jay schon sein eigenes Ensemble, The Benders.

Vor ein paar Jahren zog es Jay jedoch ins Hill Country. So lebt er heute ausserhalb von Luckenbach.

 

Jay beschreibt seine Musik als eine chaotische Mischung aus texanischem Country und Folk mit einem Schuss Rock "zum Spass".

 

Beeinflussen liess sich Jay Sims von Townes Van Zant, Guy Clark, James McMurtry und dem "Baddest Of Them All", Steve Earle. Fred Eaglesmith hat Jay erst vor Kurzem entdeckt.

Jay Sims trat in ganz Texas auf. Noch in diesem Jahr kommt er nach England und bestreitet Shows in diversen anderen Teilen von Europa. (Anmerkung der Schreiberin: Auf seiner My Space-Seite offeriert Jay leider noch keine Tournee-Daten).

 

Was Jay Sims bei seiner Beschreibung völlig ausser Acht lässt, ist der Cajun-Einschlag. Woher er ihn hat, ist weniger wichtig. Eine schöne, in sich ruhende Arbeit hat der Mann aus Texas hier geschaffen. Und ich hoffe, ein paar von Euch können sich auf ein Konzert mit ihm freuen......vorausgesetzt, Deutschland (oder die Schweiz) steht auf seiner Liste.

 

 

 

B & The Honeyboys
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Das Fenster schliessen wollte ich eigentlich. Beim Klick fiel mein Blick noch schnell, schnell auf dieses Cover. Richtig. B & The Honeyboys waren nicht unter der Sektion "Country" aufgelistet. Da gehören sie auch nicht hin, handelt es sich bei B & doch um eine irische Rock'n'Roll-Band. Aber was für eine!

Vorab fällt da schon mal die unheimlich starke weibliche Stimme auf. Die kommt leider beim Soul ("Hang My Head") erst so richtig zur Geltung. Auch beim Easylistening à la Fairport Convention macht sie sich echt gut. Vom Stil her beeindruckt sie mich persönlich am Meisten bei den hier glücklicherweise eingeschlossenen Rock'n'Roll Stücken. So dürfen denn "Miss You" und "Spinnin' Around" in keiner Rock'n'Roll Sammlung fehlen. Dafür sorgen alleine das rollende Piano und die irre Stimme. "Move Along" erinnert ein bisschen an "Fever". Die Spannung ist dieselbe. Ein emanzipierter Song, by the way..... Hier fällt das Dobro auf. Ausgerechnet bei "I'm Gonna Leave You" setzt die Band voll auf Orgel. Schade. "You Get What You Ask For" könnte beinahe ein Country-Song sein, entwickelt sich aber zum Folks-Stück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Little Memphis

Let Me Down Easy

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Wer auf den Nashville Sound steht, dem wird diese CD gefallen. Rock'n'Roll a la Music City.

 

 

 

Ron Gay

Where The water Is Most Blue

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Während sich viele Bübchen am Rock'n'Roll versuchen, wagen nur wenige Weisse dasselbe mit dem Blues. Und noch weniger klingen so schwarz wie dieser Mann hier, Ron Gay. Klas­se gemacht, düster und optimistisch zugleich, mit einer gewaltigen Prise Mississippi-Blues versetzt, dürfte Ron's akustisches Jambalaya jeden Blues-Fan erfreuen. Einen besonderen Reiz bietet die Mandoline. Rauh und natürlich.

 

 

John Cadley

The Closer I Get

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

John Cadley spielt und komponiert Musik bereits als 13-jähriger. Damals formierte er auf der Grundschule seine erste Gruppe. Im Kollege hiess sein Ensemble The Glencoves. Die Grup­pe trat als Folk-Outlet auf. Später ging John Cadley mit Clay und Sally Hart als Gitarrist auf Tournee. Beide waren Sänger bei der Lawrence Welk Show.

John’s Songs wurden von Lou Reid, Jim Hurst  Missy Raines und Tony Trischka aufgenom­men. Sein Stück “Time” wurde zu Lou Reid’s erstem Nr. 1 Hit. 3 Monate lang hielt er sich an der Spitze der Hitparade von Bluegrass Unlimited.

 

John hat schon mit 2 vorherigen CD's Awards gewonnen. Mit dabei war seine eigene Gruppe, The Lost Boys. The Closer I Get is John’s Neueste - und vielleicht beste - Arbeit. Produziert hat die Arbeit Ricky Skaggs' ehemaliger Gitarrist Clay Hess (jetzt bei Mountain Heart). Aufgenommen wurde in Randy Kohrs’ Slack Key Studio von  Nashville im Mai '07. Die Musiker machen Clay an der Gitarre und der Mandoline wie auch am Gesang, Randy am Dobro und dem Gesang, Terry Baucom am Banjo, Aaron Till und Tim Crouch an den Fiddles, Beath Lawrence und Darrin Vincent am Bass neben Jennifer Strickland am Harmonie-Gesang.

Ich mag Songwriter. Ich mag sie, weil sie solche Nummern wie "The Closer I Get To Me" komponieren können. Sie spielen mit Worten, drücken das gekonnt aus, was wir uns höchstens denken. Ein Meister dieser Sparte ist hier am Werk. Der Bluegrass, den John Cadley anbietet, ist zwar modern, doch die Worte könnten aus dem letzten Jahrhundert stammen und haben doch in unserer Zeit noch Gültigkeit.

Schön.

 

 

 

Dirt In The Whiskey
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Dirt in the Whiskey besteht aus verschiedenen Songwritern diverser Chicago Bands. Die Jungs trafen sich, teilten die Songs miteinander, neue Einfälle wurden geboren und man half einander beim Zusammenstellen neuer Titel. Die Jungs verdienen es, genannt zu werden. Die hier mitmischenden Musiker sind: Dave Diamond am Bass, Dan Kaplan am Dobro, der Lap Steel und dem Gesang, Thomas Pace an der Mandoline und dem Gesang sowie Drew Heckman an der Gitarre und dem Gesang.

 

Die CD macht Spass. Man möchte mitsingen, mitgrölen, mitmachen. Doch wozu auch - bei so vielen kreativen Köpfen! Da erfreut man sich lieber an dem, was 'rauskam.

 

 

The Santa Fe All Stars

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Also: Um die lange Biografie zu übersetzen, war ich zu faul. Trotzdem sind die Musiker, welchen vorstehende CD zu verdanken ist, so überzeugend, dass ich ihre Namen wenigstens aufführen möchte. Es sind dies: Sharon Gilchrist, Susan Hyde Holmes, Joe West & Ben Wright. 'Unglaublich' schreibt CD Baby. In der Tat. Hier ist nicht nur der Gesang einmalig, sondern auch die instrumentalen Solis sind hörenswert. Schade nur, handelt es sich um eine EP - sie besteht leider nur aus 7 Stücken. Aber die haben's in sich. Fingerpicking, beeindruckender Gesang, viel Bluegrass und 'ne Menge Folk - alles da!

 

 

 

Hungry Hill

Ride

Erhältlich (hoffentlich bald) über: www.hungryhill.ca

Management: http://www.magnumom.ca/artists/hungryhill.html

 

Diese Bluegrass Band aus Kanada ist atemberaubend. Zuerst ist da der Gesang dieser Lady. Hungy Hill setzen sich zusammen aus: Jenny Lester, Mark Thibeault, Bob Hamilton, Matt King und Gary Markley. Bluegrass-Fans werden begeistert sein, vor allem die Traditionellen. Was Ihr hier zu hören kriegt, ist erste Sahne.

 

 

 

Whiskeytown

Strangers Almanac

Erhältlich bei: www.last.fm/music/Whiskeytown/Stangers+Almanac (Samplers)

 

Eine ziemlich laute Band, voller Rebellen. Alle Stücke gefallen mir nicht, doch solche wie die Eröffnungsnummer "Inn Town" oder "16 Days" sind stark. Sie lassen das Gefühl aufkommen, eine neue Generation Steve Earle's sei im Anmarsch.

 

 

 

 

The Brass Kings
Erhältlich bei: www.brasskings.com/

 

Blues? Folk? Wer den "Muleskinner Blues" kennt, kann sich in etwa vorstellen, wie die Musik der Brass Kings klingt. Und doch wieder nicht. Spielfreudig, würde ich sie nennen, die Jungs. Entspannt und äusserst talentiert.

Auf die neue CD, die ab 1. April über ihre Web-Site herunter geladen werden kann, darf man sich sicher freuen. Ungewohnte, qualitativ in jeder Beziehung hoch stehende akustische Musik.

 

 

 

The Divorcees

Erhältlich bei: www.thedivorcees.com (Samplers)

 

Die passende Antwort auf die CD von Little Memphis halten The Divorcees bereit. "You Ain't Getting My Country" heisst sie. Etwas zu satt ist der Sound, etwas zu - mächtig? Aber nicht schlecht. Die Highwaymen hätten ihre Freude an diesen Jungs gehabt.

 

 

 

Webb Pierce

High Geared Daddy

Erhältlich bei: www.bear-family.de

 

Und nun wieder 'mal zu dem Label, auf das Ihr Deutschen echt stolz sein könnt: Bear Family. Wieder sorgt deren Katalog für spezielle Zückerchen, die vor allem Rockabilly-Fans schmecken dürfen. Eines davon macht Webb Pierce. Die 32 Aufnahmen stammen aus den Jahren 1949 bis 1959. Webb Pierce war ein starker Sänger. Was er hier beweist. Sein "Teenage Boogie" mauserte sich einst gar zur Hymne der Schweizer Teddy-Boy-Szene. Nicht umsonst.

 

 

 

Hank's Jalopy Demons

Going Straight to the Electric Chair

Web-Site: www.myspace.com/hanksjalopydemons bzw.:

Erhältlich über: www.hanksjalopydemons.com

 

Und jetzt geht's ab zu den Koalas Die Aussie's haben ein Faible für den Elektrischen Stuhl - weshalb auch immer.

Weit sympathischer ist aber der Rockabilly, den die Jungs anbieten. Wer's genauer wissen will, der höre in die My Space-Seite rein. Rockabilly aus der Schublade von Johnny Burnette.

 

 

 

Rockin' 8 Balls

Like It Like That

Erhältlich bei: www.goofinrecords.com, Nr. GRCD6147

 

Diese finnische Band zeigt den Rockabilly von seiner besten Seite. Der Gesang ist temperamentvoll, die Instrumentierung passt sich nahtlos an.

 

Wer's nicht glaubt, rufe mal auf der My Space Seite von Rockin' 8 Balls auf. Hinter dem Bandnamen verstecken sich an der Solo Gitarre - Jamppa, an der Bullfiddle (Kontrabass) - Manku, Skins (am Schlagzeug)- Janne, am Gesang und der Rhythmus-Gitarre - Kev

 

Und wer diese grossartige Band live erleben möchte, der fahre am 26. April 2008 nach Attignat (Frankreich). Dort steht die Band neben Grössen wie Ray Campi oder Ray Anthony auf dem Programm.

 

 

 

Hi-Winders

Your Line Was Busy / Gonesville

Erhältlich bei: www.hi-winders.com

 

Die schwedische Band Hi-Winders führt kein geringerer als Wildfire Willie an. Und dadurch ist einer der dreckigsten Rockabilly-Klänge überhaupt garantiert. Die Band prescht denn auch voran - wie eine irre Horde. So sehr, dass wahrscheinliche nur wenigen verborgen bleibt, welche Faszination Rockabilly in sich birgt. Was die Jungs hier mittels einer Single (2 Songs!) deutlich klarmachen.

 

 

 

Kick 'em Jenny

Untamed!

Erhältlich bei: www.bluelake.webstores.ch/shop (Samplers)

 

Zeit für ein weibliches Pendant zu all den wilden Jungs. Wer eignet sich da besser, als Jenny?

Nun ja. Die Stimme ist absolut gewöhnungsbedürftig, obwohl man ihr eigentlich nicht viel entgegnen kann - höchstens, dass sie sich für den Psychobilly-Sektor besser eignen würde.

Ihr eigenen ist schon mal, dass sie mit nichts zu vergleich ist - weder mit Wanda Jackson, noch mit Rose Maddox oder gar mit Patsy Cline. Eine ganz eigene Nummer, also. Ich denke, man mag sie oder nicht - die Energie und das Temperament kann man ihr aber auch dann nicht absprechen, der Jenny.

 

 

 

Phil Trigwell

The Truth Became A Line

Erhältlich bei: www.bluelake.webstores.ch/shop (Samplers)

 

Auf das mehr dem 50er Jahre Pop angepasste Album "Del Rio Dan" folgt nun eine CD, die dem "Boogie Woogie Cowboy" Phil Trigwell weit mehr entspricht. Es zerrt nämlich seinen wahren rockigen Stil gewissenlos ans Tageslicht! Darunter befinden sich echt starke Covers von Nummern aus der Goldenen Ära, etwa Carl Perkins' "Dixie Fried" - neben perfekt hierauf abgestimmten Eigenkompositionen dieses hervorragenden Rockabilly-Künstlers.

 

 

 

Barbara Clifford & Ronald Ringenberger

The Johnny Cash & June Carter Tribute

Erhältlich bei: www.bluelake.webstores.ch/shop (Samplers)

 

Hier haben sich Mars Attacks mit den Honey Bees kurzgeschlossen. D.h. Die Chicagoer Sängerin Barbara Clifford hat sich mit Ronald Ringenberger von Mars Attack zusammen getan. Für ein erstaunliches Tribut. Und dieses Statement kommt von keinem Mars-Attack-Fan, wohl gemerkt. Ein Konzert dieser Band hat gereicht, um bei mir alle zuvor gelesenen guten Kritiken und meine Neugier auf die Truppe zunichte zu machen. Dessen ungeachtet ist hier etwas ganz Besonderes gelungen. Wer die Stimme von June Carter im Kopf hat, wird darüber erstaunt sein, wie dieses Mädchen zumindest der Energie der verstorbenen Grösse nahe kommt. 6 Songs, von denen leider nur 2 abrufbar sind. Doch die beiden Nummern sind wenigstens nicht schlecht.

 

 

 

 

Kein Cover

 

Boppin' B.

Rock'n'Roll Radio

Erhältlich bei: www.boppinb.de

 

Und wenn wir schon auf 'ner Weltreise sind - weshalb nicht an einen Ort reisen, der gleich um die Ecke liegt? Wie wär's mit Aschaffenburg etwa? Ich mag Boppin' D. Und ich mochte Dick Brave. Doch der war - leider - kurzlebig. Anders Boppin' B. Nicht nur, dass sie für eine neue - deutsche - Rockabilly-Welle sorgen: Man kann sogar einen Teil ihrer Rockabilly-Welt gewinnen! Einzige Bedingung: Ein Besuch der Boppin' B. Web-Site.

 

 

 

Jack Scott

Jack Scott Rocks

Erhältlich bei: www.amazon.de

Video: www.youtube.com/watch?v=aH1-ZBkMbIY

 

Während ich - wie alle anderen - von Gene Vincent und Eddie Cochran fasziniert war, entdeckte ich irgendwann irgendwo Jack Scott. Und während sich Gene Vincent- /Eddie Cochran-Fans immer wieder trafen und ob den Covers ihrer Helden ausflippten, hielt ich Ausschau nach dem Mann mit den traurigsten Augen der Welt. Schliesslich sah ich ihn. An einem Konzert, wo die vorderste Fan-Front eine Schlägerei diesem Superstar vorzog. Doch auch Jack Scott liess einiges zu Wünschen übrig, ehrlich gesagt. Man hatte ihm eine englische Doo-Wop-Gruppe zur Seite gestellt, die schlichtweg nichts konnte. Ich schämte mich. Nicht nur für Charlie, den Schläger, auch für Jack's Begleitgruppe.

Dann, letztes Jahr, bewies mir Jack Scott (2 Jahrzehnte später), das er's immer noch drauf hat. Und dass ich ihm nicht umsonst die Treue hielt. Mit tiefer Stimme, unterstützt von einer erstklassigen Band war er (und andere waren auch dieser Meinung!) DAS Highlight in Green Bay. Fehlerlos brachte er einen seiner grossen Hits nach dem anderen.

Bear Family, den Trends immer eine Sekunde voraus, hat den Braten anscheinend wieder mal gerochen. Und zu meiner hellen Begeisterung gleich ein Album von Jack Scott veröffentlicht.

In Dynamite!, dem deutschen Rock'n'Roll Magazin, entdeckt (www.dynamite-magazin.de), kann ich nicht umhin, noch einen klitzekleinen Kommentar an dieser Stelle einfliessen zu lassen: Jack Scott kommt nach Europa! Er wird am 11. Oktober 2008 in Autun, Frankreich als einer der Pioniere des Rocks auftreten.

 

 

Jussi Syren Rockabilly Revival

Staying Ahead Of The Beat

Erhältlich bei: www.mp3sale.ru oder: www.goofinrecords.com

Video: www.youtube.com/watch?v=e6ZviLCZEwc

 

Eigentlich hat's Jussi Syren nicht verdient, dass ich ihn hier aufführe. Er hat letztes Jahr ja sein Deutschland-Konzert hingeschmissen. Wie auch immer. Als Künstler ist Jussi faszinierend, weil er nur wie wenige gleichermassen Rockabilly und Bluegrass frönt. Einfach mit mindestens 2 Bands. Hier hat er wieder auf seine Rockabilly-Formation zurückgegriffen. Seit anfangs der 80er Jahre geht Jussi Syren seiner Musik nach. Guter Musik, wohlgemerkt. Ein sympathischer Finne mit einer wunderschönen Jacke. Doch Spass beiseite: Ein guter, ernsthafter Musiker, der hinter dem steht, was er tut. Und hier hat er sich wieder 'mal für Rockabilly entschieden.

 

 

Rose Maddox
Reckless Love & Bold Adventure

Erhältlich bei: www.acerecords.co.uk

 

Neben Patsy Cline ist Rose Maddox meine absolute Favoritin. Und kein Titel, so weiss jeder, der ihre Biografie las, ist treffender für ihren Lebensweg als obiger. Mit dieser Scheibe versuchte sich Rose Maddox vor Jahren wieder in die Charts zu bringen. Leider umsonst. Vieles liegt wohl daran, dass Rose aus Kalifornien und nicht aus Tennessee kam. Dann, wie man hier deutlich sieht, entsprach sie nie dem gängigen Schönheitsideal der Music City. Früher konnte sie das ja mit ihrer wahnsinnigen Stimme und ihrer Jugend wettmachen, doch zu dieser Zeit war Rose mittleren Alters. Rose Maddox war nur noch ihre Stimme geblieben - und dann versuchte sich auch noch an Bluegrass. Bzw. bei der Eröffnungsnummer, dem Titeltrack an einer Mischung aus Cajun und Bluegrass mit Chor (!). Auch beim zweiten Sampler: "My Tennessee Mountain Home", einer typischen Bluegrass Nummer, kommt die einmalige Stimme der Sängerin nicht zur Geltung. Songs wie "Tramp On The Street" oder "Gathering Flowers From The Masters Bouquet" habe ich glücklicherweise auf einer anderen LP (hoffentlich dieselben Versionen). Deshalb kann ich sie empfehlen. "Pass Me By" hat mich entsetzt. Eine andere Sängerin hätte ich ja dafür bewundert - aber Rose Maddox? Nie! Traurig, wenn man jemanden mit einer solch fantastischen Stimme hört, die urplötzlich wie alle Ladies jener Zeit klingt. Ergo nur ein Sammlerstück - für alle, die die restlichen CD's + LP's von Rose Maddox schon besitzen. Wer nicht, kaufe sich lieber eine CD von Rose mit ihren Brüdern (The Maddox Bros. & Rose etwa).

Für Sänger soll dieses Produkt als Warnung dienen. Eine Warnung, sich durch nichts und niemanden je verändern zu lassen - zumal, wenn man eine solche Stimme besitzt!! Denn am Ende klingt man wie alle anderen.

 

 

 

The Vagabonds

T-99

Erhältlich bei: http://www.freerecordshop.com/sitemap-com/vagabonds-t-99

 

Was machen diese Holländere eigentlich da, fragte ich mich? Auf der My Space Video Seite beginnt das Bandprofil mit einer Art Rock-Nummer. Dem folgt ein bluesiger, sanfter Song, der in einen Doo-Wop ausartet, nur um wieder zu einem temporeichen, rebellischen Titel zu werden. Bei dem aber bitteschön der Kontrabass noch richtig gut zu hören ist! Abwechslung macht das Leben reich, scheinen sich die Vagabonds gesagt zu haben...und so tingeln sie denn in der Tat durch alle Musikrichtungen, die sich vornehmlich in dunklen, unheimlich düsteren Ecken aufhalten.

 

 

Blisters N Gray

48 minutes of good clean fun

Erhältlich bei: http://www.cdbaby.com (Sampler)

 

Keine schlechte CD aus Deutschland. Irgendwas stört mich trotzdem. Doch zuerst zu dem, was mir gefällt: Die Songs sind sehr, sehr abwechslungsreich gehalten. Mal sitzt Johnny Cash am Auslöser, mal ist Western Swing am Drücker. Aha. Und da sind auch endlich die Harmonien! Ich kann mich irren, doch irgendwie hetzen mir die Jungs ein wenig zu sehr durch ihre Sets.

 

 

Waco Brothers

Waco Express: Live And Kicking At Schubas Tavern

Erhältlich bei. www.bloodshotrecords.com (Sampler)

 

Erfreulich, dass eine meiner Lieblings-Party Bands wieder 'mal 'ne CD veröffentlichen. Die Waco Brothers aus Chicago haben sich dazu entschlossen, eine Live-CD herauszugeben. Der Sampler zeigt, dass sie immer noch schräg und lustig sind. Ihr Elan jedenfalls ist noch omnipräsent. Und ihr Witz ebenfalls - genauso wie ihr Können. Faszinierend am Sampler ist der wechselnde Rhythmus, der das Highlight einer jeden Cowboy-Party werden dürfte.

 

 

Steve Earle

The Definitive Collection 1983-1987

Erhältlich bei: www.lonestarmusic.com (Samplers)

 

Braucht da wer Geld oder muss er seinen Vertrag einhalten? Wie auch immer. Die besten Steve Earle Songs (inkl. "Copperhead Road") auf einer CD vereint. Da kamen 19 Nummern des Alt-Meisters zusammen. Tja. Das waren noch Zeiten.

 

 

 

Fred J. Eaglesmith
Milly's Café

Erhältlich bei: www.lonestarmusic.com (Samplers)

 

Jeder spricht über Fred J. Eaglesmith. Habe ich da 'was verpasst, frage ich mich? Oder wird's enden wie bei - wie hiess der Typ doch gleich? Wie auch immer. Nichts wie 'reinhören. Und gespannt sein. Also: Hier ist offensichtlich wieder 'mal einer, der um die menschlichen Höhen und Tiefen weiss. Und sie auszudrücken vermag wie kein Anderer.

Ein bisschen wie Weihnachten, wo das beste Geschenk auch am schönsten verpackt ist, passt Fred's Musik ausgezeichnet zu den Worten seiner Songs.

Fazit: Fred J. Eaglesmith wird mit Recht gerühmt.

 

 

 

Moot Davis

Already Moved On

Erhältlich bei: www.lonestarmusic.com (Samplers)

 

Moot Davis, der bereits durch Europa tourte, legt hier seine neue CD vor. An den Konzerten war er zwar gut, doch nicht überzeugend - auch nicht vom menschlichen Standpunkt aus betrachtet. Trotzdem hat er hier wieder eine überaus gute CD geschaffen - im typischen Honky Tonk Stil. Anspieltipp: "The Man, The Myth".

 

 

 

Augie Meyers & Mac Baca

with Los Texmaniacs

Erhältlich bei: www.lonestarmusic.com (Samplers)

 

Wenn man von gewissen Leuten die schlechteste CD hörte, fällt es schwer, wieder umzudenken. Doch hier zeigt sich Augie Meyers von seiner besten Seite. In dem er die Musik macht, mit der man ihn sicherlich am ehesten in Verbindung bringt: Tex-Mex.

Für Romantiker ein Muss.

 

 

 

The Brandon Key Band

Lazy Texas

Erhältlich bei: www.lonestarmusic.com (Samplers)

 

Der Unterschied zwischen dem Nashville Sound und der Brandon Key Band ist auf Anhieb gering. Einzig die Instrumentierung (Mandoline, zeitweise Mundharmonika) hebt die Jungs von Tennessee ab. Mit dem letzten Stück, "My Mason Jar" (nicht das beste der CD), versucht sich die Band selber in einer Erklärung zum Thema.

 

 

 

Hayseed Dixie

A Hillbilly Tribute To Mountain Love

Erhältlich bei: www.lonestarmusic.com (Samplers)

 

Amüsant sind sie ja, Hayseed Dixie. Nicht unbedingt dann, wenn sie Bluegrass-Tanzbären in ihre Videos einbauen, aber ansonsten...... Das lustigste Stück hier ist sicher die Bluegrass-Version von "I Love Rock'n'Roll". Eine echte Prüfung - nicht nur für die Band, sondern auch für Liebhaber des Rock'n'Roll.