Lost Highway „Heaven’s Got An Angel" Erika 2002-26
California/
Little White Crosses/ True Love Gone Bad/ Heaven’s Got An Angel/ Would You Die
For A Stranger?/ Take Me Home, Country Roads/ Molly Brown/ Kern River/ Almost
Home/ Christmas Is Near/ I’m A Lonesome Fugitive
"Heaven’s Got An Angel, Who Once Belonged To Me", ein Song für die einsame Insel, ein Song für die Ewigkeit, zu finden auf dem gleichnamigen aktuellen Album der Gruppe „Lost Highway". Geprägt ist dieses Album, wie auch alle vorherigen dieser Bluegrassgruppe aus Südkalifornien, von tiefer Melancholie und Trauer. Und Ken Orrick, der charismatische Sänger, Gitarrist und Frontmann, sagt es auch ganz deutlich: „Unsere Fans wollen von uns kein Schnick-Schnack, keine vordergründige Fröhlichkeit und keine Platitüden, nein, sie verlangen die dramatischen Stories mit Tiefgang." Ken Orrick sagt dies mit jener Freundlichkeit und jenem verbindlichen Lächeln, das überzeugend wirkt. Dabei stehen die Songs, die er und seine Band präsentieren, in krassem Gegensatz zu Orricks launiger Moderation in Live-Shows und seinem hintergründigen Humor. Aber vielleicht ist dies sogar wichtig als Kontrapunkt und um die Balance zu halten zwischen Lebensmut und Depression.
Auffallend die Neigung von Ken Orrick zur Musik von Merle Haggard, denn zwei Songs der insgesamt 11 Titel dieses Albums stammen aus dem Repertoire von Haggard „Kern River" und „I’m A Lonesome Fugitive".
Das Album wurde produziert in ganz starker Besetzung: Dick Brown, Gesang, Banjo; Eric Uglum, Gesang, Mandoline, Gitarre; Paul Shelasky, Fiddle; Marshall Andrews, Bass; Mike Tater, Jr., Fiddle; Joe Ash, Bass und natürlich Ken Orrick, der Spiritus Rector, Gesang und Gitarre.
Für Bluegrass Fans ist dieses Album ein absolutes „Muss".
Walter Fuchs