Shannon Whitworth – No Expectations

Shannon Whitworth ist im deutschsprachigen Raum absolut kein Begriff. Die Banjo-Spielerin und Gitarristin aus Boone, North Carolina hat aber mit „No Expectations" 2007 im Eigenverlag eine der schönsten Alben des vergangenen Jahrgangs vorgelegt. Ehemals bei den Biscuit Burners („Come On Darlin‘") ist „No Expectations" ihre erste Solo-CD. Bereits das CD-Cover fällt durch seine künstlerisch wertvolle Gestaltung positiv auf, das Booklet enthält die Texte. Was ihr Herz singen möchte, schreibt und malt ihre Hand. Musikalisch erfreut die Künstlerin durch akustische Instrumente, die wirkungsvoll eingesetzt werden, wie Clawhammer-Banjo, akustische Gitarre, Fiddle, Mandoline, Steel Guitar, Dobro, Percussion. Welchen Stil das ergibt?

Kennengelernt habe ich Shannon Whitworth Anfang Oktober 2007 im Rahmen der Business Conference der IBMA, also der International Bluegrass Music Association. Dass ihre Musik Bluegrass wäre, kann man allerdings nicht behaupten, auch wenn die Bluegrass-typischen Instrumente durchaus prominent vertreten sind. Bluegrass-Fans werden das Album auch wertschätzen, sofern sie nicht an der klassischen Definition ihrer Musik festhalten, sondern gerne mal über den Tellerrand blicken möchten. Hat man einen breiteren Hintergrund oder mag ohnehin akustische Country Music, dann entdeckt man in „No Expectations" eine absolute Perle, genial schöne Lieder, aufregend schöne Stimme und zärtliche Instrumentierung, wie man das sonst nur bei den besten Aufnahmen von Nanci Griffith, Kathy Mattea, Emmylou Harris oder den Dixie Chicks hören kann. Vielleicht schwingt auch ein wenig Kate Wolf mit. Also diese Richtung bedient Shannon Whitworth gekonnt und virtuos, irgendwo zwischen Bluegrass, acoustic Country und Americana, ein wenig Einflüsse aus dem Folk, erstklassige Southern Roots Music aus den Bergen von Western North Carolina.

Wer gerne die Seele baumeln lässt, oder ihr sogar heilsame Stärkung zuführen möchte, hat mit „No Expectations", vorwiegend im mid-tempo oder balladesken Stil gehalten, exakt die richtige Quelle zur Hand. Bei „Keep Me On This Road" ist Woody Platt von den Steep Canyon Rangers als Gastsänger zu hören. Eine Frau, die nicht dem Ruf ihres Herzens folgt, ist Thema bei „Here But Never Home": „Meine Haut wurde robust, mein Herz zu Stein". Das Album eignet sich besonders zum mehrfachen Abspielen, bis man in der entsprechenden Stimmung ist. Garantiert gelingt einem dann alles wesentlich besser, man kann buchstäblich Bäume ausreißen. Kraftspender! Ausprobieren! Informationen über die Meisterin erhält man auf ihrer Website www.shannonwhitworth.com, der Kontakt läuft über www.myspace.com/Shannonwhitworth. (Friedrich Hog)

  Titel Länge Komponist
1 Here But Never Home 3:30 Shannon Whitworth
2 No Expectations 3:59 Shannon Whitworth
3 Teach Me How To Fly 3:19 Shannon Whitworth
4 Keep Me On This Road 3:11 Shannon Whitworth
5 Song For You 3:27 Shannon Whitworth
6 Marmalade Skies 4:16 Shannon Whitworth
7 Killin‘ Time 2:32 Shannon Whitworth
8 Unpack Your Suitcase 3:19 Shannon Whitworth
9 Not Ready To Go 3:27 Shannon Whitworth
10 Come On Baby 3:51 Shannon Whitworth
 
News: Daily News  Berichte  Informatives:  Musicfocus  Interviews  Record News  Biografien  American Cooking  Australien Country Songstory Übersetzungen  Billboards  Linedance  Kooperationen  Sareiter Reisen  ZYX Records  Übersichten: Country Radio   Saloon  Bands   Clubverzeichnis   Magazine  Links   Events  Termine  Interaktiv:  Gästebuch  Gewinnspiele  Forum  Kleinanzeigen  Suchen im CH  Online Eingaben Internes:  Impressum  Wir über uns