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Hannah McNeil: Hannah McNeil (VÖ: 30. März 2013; Global Satellite; erhältlich auch als Download bei iTunes und amazon)

By Andreas Hilgart — März 29, 2013

Viele Countryfans konnten ja Hannah McNeil bereits live erleben bei der diesjährigen CountryMusicMesse in Berlin, wofür sie extra aus Nashville angereist war. Nun ist auch in Deutschland das nach ihr benannte Debütalbum erschienen und es zeigt in jedem Song ihr Lebensmotto: „Verändere etwas…jeden Tag“. 13 starke Songs mit engagierten Texten in einem sehr gut produzierten Popsound. Das zeigt sich bereits mit dem ersten Titel „What Am I Getting Up For“, der sich mit der Frage beschäftigt, warum man eigentlich jeden Tag immer wieder aufsteht, was das Leben eigentlich lebenswert macht und im Grunde auch die Frage nach dem eigentlichen Sinn des Lebens stellt. Geschrieben von Hannah McNeil zusammen mit Jesse Wray und dem SingerSongwriter Jeffrey Steele, der auch schon für Erfolge von Tim McGraw, Faith Hill, LeAnn Rimes oder Rascal Flatts verantwortlich war, hat der Song absolut Hit- und Ohrwurmcharakter.

HannahMcNeil_Cover„I Need A Break“ sollte man sich dann eigentlich im Auto einlegen und laut aufdrehen. Man braucht im Alltag einfach mal eine Pause, so einfach mal fünf Tage in der Sonne. Sicherlich der ideale Song, der im Moment augrund der Wetterlage hier in Deutschland für richtig gute Laune sorgen kann. Eingängige Popsongs im New Country-Sound, die hinsichtlich ihrer Texte zum Teil aber sehr engagiert sein können, wie zum Beispiel das sehr ernste Thema „häusliche Gewalt“ in dem Titel „I Gotta Leave You For Me“. Starke Songs mit starken Texten und natürlich einer starken Stimme. Das inhaltliche Gegenstück dazu bildet dann der nachfolgende ruhigere Titel „I Want You“. Hannahs Songs, die sie überwiegend zusammen mit ihrem Co-Writer Rob Higgins geschrieben hat, bleiben allesamt auch sofort im Gehör.

„Peace Of Mind“ ist ein gut gemachter typischer Popsong mit einem erwähnenswerten Gitarrensolo in der Mitte. Bei der Überleitung bzw. Intro zu diesem Song zeigt sich zwar ein ganz kleiner „Schönheitsfehler“ in der Abmischung, der aber nur auffällt, wenn man genauer hinhören sollte.

„Walking Away A Winner“ beschreibt Situationen der sexuellen Belästigungen, denen Frauen manchmal ausgesetzt sein können. Aber der Song macht Frauen Mut, in diesen Situationen „Nein“ zu sagen und dann als Sieger daraus hervorzugehen.

Das Leben zu feiern, die schönen Dinge im Leben zu genießen, denn das Leben kann viel zu schnell vorbei sein. „Celebrate Life“ ist ein Titel, der einen an schlechten Tagen auch durch diese musikalische Power sicherlich aufbauen kann.

„Real Love“, eine richtig schöne Ballade, stellt dann die Frage, was „echte“ Liebe eigentlich ausmacht. Für „echte“ Liebe braucht es schon mehr als Blümchen oder einfach schöne Worte. Der nachfolgende Song „Chasin´ Wildfires“ erzählt die Geschichte einer Frau am Wendepunkt ihres Lebens, die nach ihrer Scheidung in ihrem Leben noch einmal durchstarten möchte. Hannah beschäftigt sich mit den alltäglichen Themen des Lebens, so auch in „Let Go, Let God“, in dem es um den Verlust eines nahestehenden Menschen und um dessen Verarbeitung geht. Beim Hören des Songs wird einem richtig bewusst, dass sich im Bruchteil einer Sekunde das Leben auf einen Schlag ändern könnte. Es ist aber auch ein Song, der sich am Ende in mutmachende Zuversicht steigert. Es lohnt sich also, bei dem Album etwas genauer hinzuhören, so auch bei „Doesn´t Have To Be This Way“. Songs, die nicht nur einfach schön zum Anhören sind, sondern auch eine Botschaft beinhalten, ohne dabei aber aufdringlich zu wirken.

„Stark sein, etwas im leben zu verändern“ – das Grundthema des Albums, das vor allem auch bei dem Song „I Am Strong“ deutlich wird, wo es darum geht, aus einer psychischen Depression auszubrechen. Recht rockig, etwas im musikalischen Stil der 1980er und frühen 1990er vielleicht, wird das Album am Ende mit „Peace Up!“ abgeschlossen.

Ich bin mir sicher, dass Hannah nun auch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz richtig durchstarten wird, nachdem ihr Album bereits in Irland und den Niederlanden auf Platz 1 gelandet ist. „What Am I Getting Up For“ hat sich zumindest schon mal in den Top Five der deutschen Country Music Airplay Charts platziert.

Für New Country- und Popfans: Kaufempfehlung!

Trackliste: 1. What Am I Getting Up For, 2. I Need A Break, 3. I Gotta Leave You For Me; 4. I Want You, 5. Peace Of Mind, 6. Walking Away A Winner, 7. Celebrate Life, 8. Real Love, 9. Chasin´ Wildfires, 10. Let Go, Let God, 11. Doesn´t Have To Be This Way, 12. I Am Strong, 13. Peace Up!

Andreas Hilgart

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