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Country Music CD News Oktober 2017 von Andrea Weber

By Andrea Weber — Oktober 02, 2017

The Bluegrass Cardinals – The Bluegrass Cardinals
Erhältlich bei: www.amazon.de (Sampler)

Die CD erschien bereits 2003. Wer auf traditionelle Bluegrass-Musik steht, die von Harmonien dominiert wird, stört sich sicherlich nicht daran. Mit dabei ist das tolle „Will You Missing Me“ – messen würde ich die Cardinals aber eher an getragenen Nummern, am ehesten an „Where No One Stands Alone„. Grossartig.

 

 

Best of Jack White
Erhältlich bei: https://www.amazon.com (Sampler)

Keine Ahnung, wieso mir der Name bis dato nichts gesagt hat. Wenn ich in seine Arbeiten ‚reinhöre, schäme ich mich dafür. Tolle klassische Country-Musik, auch mal ein bisschen Swing oder Bluegrass – qualitativ hochstehend

 

 

 

Doyle Lawson & Quicksilver
Help is on the way
Erhätlich bei: https://www.amazon.com/gp/product/B004A2SGBE/ref=dm_ws_sp_ps_dp (Sampler)

Auch Doyle’s CD erschien 2008. Mir gefiel der Titel „Help is on the way“ auf You Tube so gut, dass ich sie trotzdem einschliesse. Der Titel steht für den einzigartigen Gesang Doyle’s und die tadellosen Harmonien, die Quicksilver zu leisten imstande sind.

 

 

 

Jerry Garcia & David Grisman
Shady Grove
Erhältlich bei: www.amazon.com (MP3 Sampler)

Die eigentliche Liebe von Jerry Garcia, Kopf von Grateful Death, galt der Bluegrass Musik. Meistens arbeitete er dann mit David Grisman zusammen. Wie gut die zwei harmonieren, wird bei dieser Neuveröffentlichung deutlich. Klar, dass sich Jerry’s Stimme nicht mit den echten Bluegrassern messen kann – doch kommt’s darauf an? Was zählt, ist doch, dass er Bluegrass regelrecht inhallierte, oder?

 

 

Johnny Horton
Singles Collection 1950-60
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Für mich ist und bleibt Johnny Horton einer der grössten Hillbilly-Sänger aller Zeiten. Schon vom Gesang her kann’s einfach nicht besser werden. Toll, dass man ihm eine 2-CD fassende Box widmete. Oder besser: Seinen Singles. Wobei die erste CD eher unbekannten Songs gewidmet ist – mal mit Ausnahme von „One Woman Man„. Der zweite Tonträger fasst denn alle bekannten Nummern von „I’m comin‘ home“ über „Honky Tonk Hardwood Floor“ bis hin zum unerlässlichen „North to Alaska„:

 

Dolly Parton
Just Because I’m a Woman
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Dolly in den 60er Jahren. Da ist wohl ’nur‘ die Stimme massgebend. Oder das, was einem ‚bei der Stange‘ hält – na ja. Damals begann halt die Zeit der „False Eyelashes“ wie Dolly hier singt. Wie seicht das Jahrhundert war, zeigte sich nicht nur in der Musik. Doch gerade da. Nur Dolly kann darüber hinweg trösten.

 

 

Jussi Syren & The Groundbreakers
Bluegrass Singer
Erhältlich bei: www.amazon.de (Sampler)

Jussi ist für mich einer der besten Bluegrass-Sänger auf europäischem Gebiet. Der Finne kann in der Tat mit den Grössten aus dem Business mithalten. Selbst sein Gesichtsausdruck scheint Big Mon abgeguckt zu sein. Kein Wunder, beweist er sich aus seinem neuesten Werk selbst. Dabei muss er sich auch als Mandolinenspieler nicht verstecken. Jussi ist einfach klasse – in jeder Hinsicht. Und so ziemlich der Einzige, der 2 Bands hat, nämlich eine Bluegrass- und eine Rockabilly-Gruppe. Wobei er sich mehr auf Bluegrass konzentriert. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, live auch mal ein John-Fogerty Stück im Bluegrass-Stil vorzutragen. Die CD beweist seinen Hang zum Rockabilly/Hillbilly wohl am ehesten mit dem bekannten „The Auctioneer„, einem Titel von Leroy Van Dyke, der so schnell gesungen wird, dass sich nur wenige Interpreten daran wagen. Und eine finnisch gesungene Nummer ist ebenfalls zu finden. Neben dem wohlbekannten: „Coming on strong“.

 

Hawk Proof Rooster
Got a little home
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die CD lebt durch die rebellische, raue Stimme des Leadsängers. Durch simple Duette, einfache Begleitung. Old Time, Bluegrass und Folk der Extraklasse. Schlicht, aber genial.

 

 

 

Hootnanny Saturday Night
18 of the Bay Area’s best Folk Roots Performers
Erhätlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Beeindruckend, was die Gruppen da zum Besten geben. Enge, tadellose Harmonien und rassige Begleitung gehen ineinander über, lösen einander ab. Klasse.

 

 

 

Long Gone Lonesome Boys
Crawling Back To You
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Auch eine Band, die ich vor langem zufälligerweise entdeckte und die ich ob ihren langsamen, Hillibilly-lastigen Nummern sehr mag. Die Gruppe scheut nicht vor sentimentalen Titeln zurück, kann aber auch mal einen guten, von Harmonien durchzogenen Honky Tonk anstimmen. Das Schlussstück erklärt die Long Gone Lonesome Boys wahrscheinlich stillschweigend: „I’m a drinkin‘ man“.

 

 

Long Gone Lonesome Boys
Lonesome Time
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Und weil sie so gut sind, gleich noch eine CD der Long Gone Lonesome Boys aus Chicago. Das Titelstück kommt mir wie eine Hommage auf den Herbst vor….keine Ahnung, wieso. In meinem Kopf fallen Blätter. Es geht nicht nur um Einsamkeit, sondern auch um Abschied. Dem folgt ein klasse Honky Tonk mit „The Hole Where My Heart Used to Be“. Spätestens bei „Www.lonesome.comkommt der Humor der Truppe so richtig schön zur Geltung. „Knifer Biker“ ist eine ganz tolle Motorfahrer-Hymne geworden – wenn man nichts gegen Steel-Gitarre hat, mal vorausgesetzt. Und wieder blendet sich die Band mit einem Trink-Song namens „King of Beers“ aus.

 

Commando!
Long Gone Lonesome Boys
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Wie die Gruppe meint: Unsere neueste und beste CD. Das Schlagzeug ist meiner Meinung etwas zu laut. Dafür haben die Jungs mit „Love You Far Too Much“ einen Heuler am Start. Und einen Ohrwurm mit „Small Batch Kind„. „Lack-a-dough“ mit Banjo gefällt mir noch besser. Diesmal verabschiedet die Gruppe sich mit einem Rag – auf der Steel.

 

 

Back Darft
Pull The Trigger
Erhältlich bei. www.cede.ch

Die deutsche Rockabilly-Band beherrscht nicht nur den englischen Teddy Boy Sound, sie können auch auf Honky Tonk, Folk oder klassische Country Musik machen. Und live sind sie der Hammer. Deshalb stelle ich mit Vergnügen ihre aktuelle CD vor, die aufzeigt, wie vielseitig die Jungs sind. Für Country Musik Fans ist sicher der klasse Honky Tonk „She got me on the Hook“ ein erstes Highlight. Rockabilly-Fans werden von der ersten Nummer an begeistert sein. „On the road again“ macht den ersten Ohrwurm. Hierauf folgt ein eher getragenes „I love you“ mit äussert guter Gitarre. „Nothing without you“ klingt ein bisschen nach Big Sandy. Würde jenem auch stehen. Und auch Doo Wop kommt nicht zu kurz, hört man sich „Angel“ an. 20 Stücke offeriert die Gruppe. Mein persönlicher Favorit ist das geniale „Rocking on my mind„. Denn die Jungs können mehrstimmig. Und das mag ich.

 

The Tennessee Rhythm Riders (LP)
Headin‘ West
Erhältlich bei: https://www.amazon.co.uk/Headin-West-TENNESSEE-RHYTHM-RIDERS/dp/B007G76EX2

Leider keine Sampler. Dabei sind die Rhythm Riders die Einzigen, die auf Maddox Bros. and Rose machen. Und das gar nicht so schlecht. NIcht etwa, dass das einfach wäre. Ganz im Gegenteil. Patsy wird tausendfach kopiert. Ebenso Wanda. Doch Rose?
Lustig, dass sich ausgerechnet die Ryhthm Riders an Patsy’s „Crazy Arms“ versuchen. Mit „I saw the Light“  (eine Live-Version findet Ihr da: https://www.youtube.com/watch?v=7DKkzl4Ggo0). blenden sie sich sogar aus. Was für ihr Können spricht. Die können einfach nichts falsch machen, diese Hillbilly Truppe. Und glücklicherweise sind sie wieder zusammen. Und treten auf. Das Stück „Hot Rod Mama“ kann man auf You Tube hören. Hier, um genau zu sein: https://www.youtube.com/watch?v=WdfStnlynCo

 

The Rimshoits
Everybody Bop now…let’s Bop!
Erhältlich bei: www.amazon.de (Sampler)

Auch die Rimshots wissen um Hillbilly. Und um tanzbaren, feinen Rockabilly. Nicht nur der Gesang ist tadellos, auch die Instrumentierung. Mal setzen die Jungs auf Steelgitarre, mal auf Harmonien. Wobei der Bass immer sehr gut eingestellt ist. D.h. er ist hörbar. Und die Gitarre erklingt im Atkins-Stil. Wie grossartig der Sänger ist, beweist er beim getragenen Stück „Early Morning Blues“ eindrücklich. „Swamp Gamp“ ist dafür ziemlich weit von der erwarteten Cajun-Musik entfernt. Was dem Titel jedoch keinen Abbruch tut. Vielmehr klingt das Stück, als käme es direkt aus den Fifties. Ziemlich klever, mit dem Skiffle-Klassiker „Yonder comes a sucker“ abzuschliessen. Allerdings bringen Lash Lariat den Titel besser. Doch wer schlägt schon Lash Lariat? Nur Lonnie Donegan

 

Wynn Stewart
Come On

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Für mich ist Wynn Stewart immer noch einer der Besten. Ich mag nicht nur seine Stimme, auch die Songs und die Musik. Die hier vorliegende CD enthältlich mehrheitlich schnelle Titel. Was der Qualität nicht schadet. Im Gegenteil. Wynn zeigt hier, dass er nicht nur ein Schnulzen-Sänger war. Er hatte auch Temperament. Dafür spricht der erste Teil der CD. Der Zweite ist den langsamen Stücken gewidmet. Darunter sind das tolle. „Donna on my mind“ wie das wunderschöne Duett: „We’ll never love again“. Ein typischer Wynn-Klassiker ist auch „Rain, rain„. Auch „Man, Man, Mr. Sandman“ soll hier erwähnt werden. Da klingt Wynn beinahe wie George Jones. Klar, damals klangen alle so. Aber Wynn hatte es echt drauf. Und dafür liebe ich ihn.

 

Gary Stewart
Best of the Hightone Years
Erhältlich bei: www.amazon.de (Sampler)

Und wenn wir gerade bei den ganz Grossen sind, liste ich wieder ‚mal eine Gary Stewart CD auf. Für mich war er der König des Honky Tonk. Wobei ich zugeben muss, dass ich mir immer dachte, live sei er wahrscheinlich meist betrunken gewesen. Aber auf CD – was gibt es Besseres? Und Gary gehört zu den Wenigen, die ich live so gerne gesehen hätte….. Und noch heute tut es weh, dass ich nie die Gelegenheit dazu hatte. Gary Stewart’s Stimme besitzt Wiedererkennungswert. Ein Ton und man erkennt ihn. Er hatte so eine spezielle Art zu Singen, sich auszudrücken, seine Emotionen loszuwerden. Auch das verschmitzte Lachen zeigt’s. Dabei hat er nicht vergessen, seinen Liebeskummer in tolle Songs zu verpacken und ihn so wiederzugeben, dass man mit ihm weinen möchte. Danke, einmal mehr, Gary.

 

Ryan Cain & The Ables
My Pistol Rides Shotgun
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Nun ja. Ryan’s Spannbreite ist extrem gross. Er kann Eddie, er kann Carl, Johnny und er kann Hank. Unglaublich, was das Kerlchen aus West Virginia schon alleine Stimm-mässig am Hut hat. Und dazu ist er ein grossartiger Musiker, der nicht nur das Piano, sondern gleichermassen die Gitarre und den Kontrabass beherrscht.. Guckt Euch nur die unterschiedlichen Videos auf You Tube an. Vor allem seinen Doo Wop „Angel Baby„. Unglaublich, diese Stimme. Da frage ich mich schon: Weshalb ist Mr. Cain an keinem europäischen Festival vertreten? Oben stehend die erste Studio-CD der Band. Ach ja: Humor hat der Typ übrigens auch. Man höre sich  nur den super-Hillbilly „Bigger Figure“ an. Da wird er gleich noch sympathischer, wie??? Eine noch bessere, traditionelle Country-Nummer im Wynn Stewart-Stil folgt wenig später mit „Kiss and Makeup (Another Lie)“. Und mit „Wild Hair“ fegt Ryan viele grosse Rockabilly-Stars einmal mehr von der Bühne.

 

Leroy Troy
The Old Grey Mare
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Auf den Spassvogel Leroy Troy traf ich bei Jimmy Martin. Und ich weiss noch heute, dass er Witze riss, während Jimmy nicht im Zimmer war. Als dieser zurückkam, lachten wir alle und der Musiker meinte, wir würden ihn auslachen. Er war beleidigt. Dabei hat Leroy nur einen Jux gemacht, der mit Jimmy überhaupt nichts zu tun hatte. Später, beim Zusammenspiel mit anderen Musikern, bewies er bald, dass er nicht nur ein Clown ist, sondern auch ein Könner auf dem Banjo. Mehr als ein Könner. Und, wie man mir erzählte, sammelt er Bluegrass-Wertsachen, hat ein kleines, privates Museum zu Hause, dass sich anscheinend sehen lassen kann. Auf vorliegender CD beweist sich der Musiker auch als grossartiger Sänger. Kein Wunder, habe ich das Treffen mit ihm nie vergessen. Was er hier hinlegt, sucht seinesgleichen. Hut ab vor einem aussergewöhnlichen Musiker, der sein Talent gekonnt einzusetzen weiss.

 

Tennessee Mafia Jug Band
Tales from Short Mountain
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Und gleich noch einmal Leroy Troy – diesmal mit seiner Band. 5 Sterne Deluxe – inklusive Songs, deren Worte die Lachmuskeln reizen. Ich kenne „Katy Daley“ von den Weary Boys – das hier ist ebenso gut.

 

 

The Earls of Leicester
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Eine Band, die Harmonien drauf hat und sich an die traditionelle Bluegrass-Musik hält. Dabei bieten sie hier so grossartige Song wie Maddox‘ „I’ll go stepping too“ oder das wunderschöne „Some old Day„:…Die 14-Titel fassende CD schliessen sie mit einem gekonnten „Who will sing for me“ ab. Schön.

 

 

 

Crowe, Lawson & Williams
Standing Tall and Tough
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

3 Grossmeister der traditionellen Bluegrass Musik auf einer CD. Tolle Songs, klasse Stimmen, gute Instrumentierung…. was will man mehr???

 

 

 

 

The Hillbilly Goats
Down Foggy Mountain
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Das schräge Outfit tut dem traditionellen Bluegrass Stil, dem die beiden Musiker hier frönen, keinen Abbruch. Erst der dritte Songs, „Brick in the Wall“ kommt recht schräg daher. Und erst „Before I hit the Grave“ wird wieder ähnlich. Ansonsten machen die beiden klassische Bluegrass-Musik, wenn auch durchwegs Kreative.

 

 

 

Pirates of Mississippi
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Eine Country-Rock Band, die es sich nicht zum Ziel gesetzt hat, Standards zu verhöhnen, sondern ihnen viel mehr ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Für mich trotz moderner Country-Musik inklusive Schlagzeug nicht der gewohnte Nashville-Mainstream.

 

 

 

 

Hillbilly Hellcats
Early Daze
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Die Hillbilly Hellcats stecken stets mit einem Fuss im seichten Psychobilly-Sumpf. Vor allem live. Und Psychobilly ist halt immer ein wenig hektisch. Und das macht misstrauisch. Und die grössten Sänger sind sie auch nicht. Dabei können sie auch ganz anders. Z.B. bei „You win again“. Und dann haben sie auch noch eine grosse Klappe bei dem Stück „I dig Jazz“ – denn das müssen sie unglücklicherweise gleich beweisen. Die einzige Nummer, die ich echt gut finde ist „Over and Over“ – ein echter Ohrwurm. Und der findet sich auf jeder CD der Cats.

 

 

 

David Ball
Heartaches by the Number
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

David Ball habe ich 2 x live erlebt. Da war er jeweils klasse. Auch hier lässt er keine Wünsche offen mit typischen Country-Standards wie „Pick me up on your way down„, der Titelnummer (Don Gibson), „There Stands the Glass“ oder Patsy’s „Faded Love„. Er ist einfach immer gut, der Junge.

 

 

 

Jussi Syren Rockbilly Revival
One Step Ahead of Trouble
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Jussi habe ich bereits als aussergewöhnlichen Bluegrass-Sänger vorgestellt. Und auch als Rockabilly-Musiker macht er eine ganz gute Figur. Wenn ich auch die Bluegrass-Musik, die er macht, bevorzuge. Die Art Rockabilly, der er seine CD widmet, ist nicht unbedingt die Meine. Mit der Zeit wird’s langweilig. Die Musik ist mir zu jazzig. „Honky Tonk Man“ mag ich zwar, doch die Musik ist hier zu lang gehalten, der Gesang dagegen nicht kurzatmig, aber hastig. Das macht Johnny Horton zwar auch, doch er bringt doch noch Wärme in die Stimme. Das gelingt Jussi nicht. Das Stück, das mir echt gefällt, ist das Letzte: „Sharp stressed stranger„. Da verändert sich Jussi’s Gesang plötzlich, wird rau und eckig. Gut gemacht. Zumal am Schluss.

 

 

Bonnie Lou
Rock-a-billy Essentials
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Wer eher auf weibliche Stimmen steht, wird sich hierfür interessieren. Zwar kein neuer Tonträger, doch ein guter. Mit Mambo würde ich zwar eine CD nicht unbedingt beginnen, doch Bonnie Lou kann sich deshalb nur noch steigern. Und das tut sie auch. So führt sie den Zuhörer durch sämtliche Fazetten der Rock’n’Roll Musik: Hillbilly, Easy Listening, Rock’n’Roll, Rockabilly und eine sentimentale Version von Patsy’s „Just out of reach„.  Ganze 38 Titel hat die junge Dame zusammengetragen. Sie geben nicht nur Einblick in das, was ihr in der Musik wichtig erscheint, sondern auch in ihr gesangliches Repertoire. Nicht schlecht, das Mädel. Übrigens sind das alte Aufnahmen – aus den 50s.
 

 

 

 

 

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