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Country Musik Festival Pullman City

By Alexandra Rost — August 15, 2017

Der wilde, wilde Westen fängt gleich hinter Hamburg an. So heißt es in einem Lied von Truck Stop.
Aber auch im Süden von Deutschland gibt es einen Ort an dem der wilde Westen zum Leben erweckt wird!
In der Nähe von Passau, genauer gesagt in Eging am See – in der Lebendigen Westernstadt Pullman City.
Dort können sich Erwachsene wie auch Kinder in die Zeit als noch der Colt regierte und Indianer über die Prärie ritten versetzen und einige Aktivitäten erleben!

Das ganze Jahr über finden dort verschiedene Veranstaltungen und Konzerte statt.
Mitte Juli lud die Westernstadt zum Country Musik Festival ein.
Dabei konnte man an mehreren Tagen über 15 verschiedene Bands auf vier Bühnen live erleben.

Da ich leider nur am Samstag, den 15. Juli dabei sein konnte, kann ich nur über diesen Tag berichten.
An diesem Tag konnte man folgende Bands live erleben:
Michelle Ryser, Old Johnnys Crew, Annie and the Dusty Boys, Just Country Lite, Working Class Heroes, Willie Jones Band, Almost Famous, Hillbily Deluxe, Wicked wild Cats, Spiess Boys und die Country Sisters.

Da auf den Bühnen zeitgleich mehrere Konzerte stattfinden kann man natürlich nicht jede Band erleben. Dazu kam noch ein Stau, so dass ich erst am Nachmittag eintraf und noch vier Acts live sehen konnte.
Als erstes zog es mich zu der Grand ole Opry Stage an der  Hudson Bay. Dort traten Almost Famous auf. Das Duo besteht aus Sebbo welchen man u.a. von Amarillo kennt und Erhard Hügel- Sänger der ehemaligen Cripple Creek Band.

Die beiden zeigten gekonnt was in ihnen steckt und begeisterten das Publikum mit einer Mischung aus Country, Rock/Pop und Oldies.
So bekam man u.a. “ But for the Grace of god“ von Keith Urban, „Hungry Heard“ von Bruce Springsteen, Garth Brooks “ The Thunder Rolls“, Neil Diamonds “ Sweet Caroline“ – wo das Publikum zum mitsingen animiert wurde- oder “ Don’t worry Be Happy“ von Bobby McFerrin zu hören.
An dem Tag waren einige Junggesellinnen unterwegs und eine Gruppe aus jungen Mädels kam auf die Idee, dass die zukünftige Braut auch ein Lied zum besten geben sollte. Dies geschah mit dem 4 Non Blonds Song “ Whats going on“.
Natürlich durften auch eigene Lieder der beiden wie z.Bsp. “ Your Cowboy Hat“ von Sebbo oder “ After Last Night“ und “ Summer sun“ von Erhard nicht fehlen! Gerne mehr davon!
Mit Pink Floyds “ Wish your where here“ verabschiedeten sich die beiden.

Als nächstes stand ein Abstecher in die Music Hall an, zu der aus Köln stammenden Americana- and Honky – Tonk Blues Band Hillbilly Deluxe.

Die vier Männer heizten den Gästen mit einem rockigen Sound ordentlich ein. Hier hörte man u.a.
“ Guitars and Cadillacs“ von Dwight Yoakam, Eric Claptons „Lay Down Sally“, “ Honky-Tonk- Song oder „Tell me Mama“
Sowohl die Music Hall als auch die Tanzfläche war gut gefüllt und belohnt wurden sie mit viel Applaus!

Auf der Mainstreet wartete schon die nächste Band auf die Besucher.
Dass es auch in der Country Szene Boy- Bands gibt sieht man an bei der Old Johnny’s Crew. Obwohl das Wort alt in Namen vor kommt ist es eine junge Band die seit 2012 zusammen auf der Bühne steht.
Die allesamt jungen Mitglieder sind:

-Alexander ( vocals / Guitar / Banjo / Harp und Dobro)

-Axel ( vocals / Guitar / Banjo / Kazoo und Cigar-Box Guitar)

-Ben ( Backing vocals / Cajón / Djembé und Bodhrán)

-Philipp ( vocals / Guitar / Arccordion / Washboard / und Mandoline und

-Felix ( Bass)

 

Die Bereiche vor und neben der Bühne waren sehr gut gefüllt und es herrschte mit Abstand die beste Stimmung an dem Tag, was man auch von vielen weiteren Gästen hören konnten.
Sie unterhielten die Gäste gekonnt mit einer abwechslungsreichen rein akustischen Mischung aus Country Musik, Blues, Rock, Irish Music, Punk und deutschen Stücken mit Cover- Versionen als auch eigenen Songs!
Die aus der Nähe von Stuttgart stammende Formation sang und spielte u.a. “ Down on the Corner“ von CCR, “ In the Summertime“ von Mungo Jerry, “ Gerdundulla“ von Status Quo,
Milows “ Ayo Technology“ „Rose Tattoo“ von Dropkick Murphys, “ Was wollen wir trinken? “ der Bots oder Johnny Cashs “ Folsom Prison Blues“.
Im Laufe des Abends wurde die Stimmung immer besser, so dass irgendwann sogar Unterwäsche auf die Bühne flog und ein paar Männer die ein oder andere lustige körperliche Einlage vor der Bühne boten.

Dass die Jungs gerne nach Pullman City kommen und sich mit der Westernstadt verbunden fühlen, konnte man an ihrem eigenen Titel “ Pullman City “ hören. Dazu gibt es auch ein witzige Anekdote: 2014 traten sie dort anlässlich des jährlichen Pullman City Country Musik City Award auf. Wohl hielten sie ihre Chancen auf einen Award für unwahrscheinlich, so dass sich die Crew schon vor der Verleihung auf dem nach Hause weg machte. Dummer- oder eigentlich auch glücklicherweise waren ihre Chancen mehr als vorhanden und sie gewannen gleich in zwei Kategorien. Neben Newcomer des Jahres gewannen sie auch den 1. Platz in der Kategorie Country Rock. Da sie schon auf der Autobahn waren erfuhren sie das nur am Telefon!
Außer dem Song über die Pullman City gab es noch weitere Lieder aus der eigenen Feder zu hören wie z.Bsp. „Drunken Bastard“, “ Captain old Johnny oder “ Jack hates me“, an dessen Entstehung ein Auftritt hier auch nicht ganz unschuldig war.
Da auch ein noch so stimmungsvoller Auftritt mal zu Ende gehen muss verabschiedeten sie sich mit „Wagon Wheel“ von Old Crow medicine Show, wobei sie zum Ende hin die Bühne verließen um sich unter das Publikum zu mischen!

In der Music Hall wartete nun auch schon der letzte Act des Abends. Nachdem es draußen was für die Frauen gab, kamen hier die männlichen Besucher auf ihre Kosten. Die Country Sisters aus Tschechien stehen nunmehr schon seit über 40 Jahren mit wechselnder Besetzung auf der Bühne. Aktuell besteht diese aus:

-Sonia ( Bandmaster und Guitar)

-Andrea ( vocals / Piano und Keyboards)

-Maggi ( Fiddle)

-Pattie ( vocals und Guitar) und

-Michaela ( vocals / Guitar und Ukulele)

Sie spielten zwei Sets, bei dem sie zwischenzeitlich die Kostüme wechselten.
Man kann sie getrost als Show Band bezeichnen, da es bei jedem der Lieder eine andere Choreografie zu sehen gibt! So tanzen sie zum einen zum Rhythmus der Musik, laufen durchs Publikum wie bei “ Old pop in an oak“ oder zum anderen auch mal passender weise ganz ruhig minimalistisch sitzend auf einen Stuhl bei der Ballade “ Tennessee whiskey“ von Chris Stapleton.

Sonst gab es auch noch Shania Twains “ Any man of mine“, Someday you gotta dance“ der Dixie Chicks,
„Every little thing“ von Charlene Carter oder “ Cotton Fields“ von Huddie Ledbetter zu hören.
Die Tanzfläche war stets mit Tänzern gut gefüllt und diese hatten offensichtlich ihren Spaß!
Was ich schade fand, dass die komplette Show in Vollplayback stattfand. Was jedoch im Vorfeld bekannt war. Leider wollte auch die Technik nicht wie sie sollte, so dass der Sound leider nicht perfekt war. Was der Begeisterung der extra angereisten Fans der Band jedoch keinen Abbruch tat.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass es ein schöner Tag mit abwechslungsreichen tollen Konzerten war. So dass man sich schon auf das nächste Jahr freuen kann wenn das Festival erneut stattfindet.
Die Termine hierfür sowie für alle weiteren Veranstaltungen findet man auf der Homepage:
https://www.pullmancity.de

 

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