728 X 90

Country Music CD News Mai 2017 von Andrea Weber

By Andrea Weber — Juni 01, 2017

Whiskey Bent & The Valley Boys
Whiskey Sessions
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Stringband Musik der Extraklasse. Egal, ob traurig oder rassig – immer gut

 

 

 

Hudson & Clark
Dancing on the porch
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Klingt wie anno dazumal, die String Musik der beiden. Wunderschön. Für ruhige Stunden – oder zum Tanzen.

 

 

Justin Trevino
Salute to Ray Price and the Cherokee Cowboys
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Ich mag den blinden Justin Trevino dafür, dass er die klassische Honky Tonky Musik wie kein anderer verkörpert. Und er klingt immer authentisch. Zwar ist er meiner Meinung nach (altersbedingt) nicht mehr so stark, wie er einmal war, doch ich mag ihn immer noch, den jungen Mann mit dem Honky Tonk von damals. Und sei’s nur um „Heartaches by the Number“.

 

Whiskey Ball & Valley Boys
Whiskey Sessions
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Hier gibt’s für Interessierte ’ne echte String Band Party…..voller Enthusiasmus, Können und Energie. Klasse. Wie irre die Jungs sind, beweisen sie mit Titeln wie „Dixieland“.

 

 

Banjo Bones
Cowboy Dreams
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Ich mag den keltischen Einschlag und die einzigartige Fiddle. Nicht zu vergessen, die Lyriken. Man MUSS einfach zuhören, wird in den Bann gezogen und ist erleichtert, wenn das folgt, was man erwartet hat. Ich gehe davon aus, dass es sich vorwiegend um verminderte Akkorde handelt, denn die CD besitzt etwas Düsteres, etwas Deprimierendes, etwas Spannendes. Ein C-Dur Akkord, der immer fröhlich wirkt, ist da sicher nicht involviert. Einzigartig. Und spannend

 

Chesterfield & The Sofa Kings
The Rise of the Reclinder
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die Stimme ist eher mittelmässig, aber der mehrstimmige Gesang und die musikalische Begleitung heben die CD auf ein hohes Level. Klassische Country Musik, auch mal von Bluegrass beeinflusst

 

 

Bob Wayne
Bad Hombre
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Bob Wayne steht für Cow Punk wie kein Zweiter. Schon sein Aussehen ist schräg, dafür hat er eine absolut liebenswürdige Art und mag es, sich im Publikum zu bewegen und mit diesem zu sprechen. Neben seinem Faible für Polka, steht er eher für traditionelle Country-Musik, wenn die auch schon mal in Rebellion ausartet. Dabei setzt er auf Instrumente wie die Fiddle, den Kontrabass und das Banjo. Tja. Tradition zahlt sich aus – auch wenn damit nicht viel Kohle zu verdienen ist

 

Sean K. Preston
Barnburner
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die Eröffnungsnummer, gleichzeitig der Name der CD, könnte einem neuen Western Film entsprungen sein. Der lüpfige Rhythmus fasziniert, Spannung kommt auf. Auch die Folgenummer, „Satan“, live aufgezeichnet, ist aufregend. „The Deal“ ist eine Rockabilly-, beinahe eine Psychobilly-Nummer geworden. Ziemlich schräg und schwer zu begreifen. Das einzige, was hier einheitlich ist, ist der Rhythmus. Und somit hat sich’s schon. Nur 3 Titel. Tja. Eine vollständige CD könnte spannend werden….

 

Ralph Stanley II & The Clinch Mountain Boys
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Bei Nachkommen von Legenden gilt es, skeptisch zu sein. Die meisten sind nicht halb so gut wie ihre Väter/Mütter/Grossväter/Grossmütter. Die hier vorliegende CD ist das erste Album, seit Ralph Stanley II sich zur Gruppe seines verstorbenen Vaters Dr. Ralph Stanley gesellte. Was er probiert, ist durchwegs hoch einzuschätzen: Nämlich den Fussstapfen seines Vaters möglichst genau zu folgen. Nur: Er ist halt NICHT DR. Ralph Stanley.  Und die Musik gehört in die heutige Zeit. Dennoch: Durchwegs gelungen, die CD.

 

Grassfed
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die zwei ersten Titel kommen einer Stampede gleich, so irre preschen sie voran. Dann, bei „Cow Town„, wird’s entspannter, gelassener, aber für mich auch schöner. Da hört man das Banjo im Fingerpicking-Stil, das tolle Dobro. Und alles instrumental. Doch das nutzten die Musiker nur für ’ne Pause, denn schon wieder geht’s irre weiter. Bei „Prairie Fire“, versuchen sie sich doch tatsächlich an einer Mischung zwischen Bluegrass und Rock’n’Roll. Für Zuhörer, die auf den Gesang und die Schönheit von sentimentalen Stücken setzen, ist die CD nichts. Nur ein paar wenige langsame Nummern schliessen die Jungs mit ein. Ansonsten fällt es schwer, mit ihrem Tempo mitzuhalten, selbst beim Zuhören.

 

Justin Townes Earle
Kids In the Street
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Auch hier ein junger Mann, der nach seinem Vater kommt: Justin Townes Earle, der Sprössling des grossen Steve Earle. Von der Stimme her gefällt er mir. Vom Stil, oder besser den Stilen her, eher nicht. Der Vater war – zumindest früher – besser. Ohrwürmer fehlen hier. Dafür ist der Junge vielfältiger wie sein Erzeuger. „Faded Valentine“ finde ich genial, aber selbst dieser Titel ist eher kompliziert…mit Honky Tonk Rhythmus, aber Bluegrass-Instrumentierung (zart) und eher folkartigem Gesang. „Short Hair Woman“ ist für mich schrecklich. Und bei „Same Old Stagolee“ klingt der Mann so maulfaul wie sein Vater. Der Tonträger ist zwar gelungen, doch mir fehlt der rote Faden. Er ist unberechenbar, jeder Titel in einem anderen Stil gehalten, unruhig, richtungslos. Zwar besitzt jedes Stück eine ganz eigene Faszination, für mich allerdings nicht so sehr, dass ich nach Anhören der CD einen Titel noch einmal hören möchte – höchstens „Faded Valentine“.

 

Malcolm Holcombe
Pretty Little Troubles
Erhältlich bei: www.amazon.de (Sampler)

Malcolm ist ein Rebell wie er im Buche steht. Nicht nur, was seine Stimme anbelangt, auch die Art, wie er diese einsetzt, die Lyriken oder die spärliche Musik, die daneben wie eine schlecht brennende Kerze flackert. Er erinnert mich ein bisschen an Blaze Foley, dieser Malcolm Holcombe.

 

 

Bobby Osborne
Original
Erhältlich bei: www.amazon.com oder: https://store.compassrecords.com/products/bobby-osborne-upcoming-album-pre-order (Sampler)

Die Osborne Brothers gehörten bezüglich Bluegrass von jeher zu meinen Lieblingsformationen. Und wenn man bedenkt, dass sie die ersten waren, die ein Schlagzeug im Bluegrass einsetzten…na ja. Ich bin jedenfalls froh, sind sie nicht allzu lange bei der Neuerung geblieben, bzw. bald wieder zum Ursprung zurückgekehrt. Und auch wenn er Äusserlich nicht mehr der Jüngste ist: Gesangsmässig hält Bobby noch immer mit den Jungen mit. Und spätestens bei „Kentucky Morning“ wird klar, wieso. Wie toll ist das! Wie schön! Wie beeindruckend! Und das Leben geht weiter, weiter, weiter….Bei dem deprimierenden “ Make The World Go Away“ kann dann aber auch Bobby nicht mehr mithalten. Schön, dass er die CD mit einem meiner Lieblingssongs abschliesst: „A Pathway Of Teardrops“. Ich werde mich immer an die Osbornes erinnern – auch an die wenigen Live-Auftritte, die ich erleben durfte.

 

Comments are closed.

Leave A Reply

css.php