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Country Music CD News April 2017 von Andrea Weber

By Andrea Weber — April 28, 2017

Doel Brothers
Travellin’ Heavy with the
Erhältlich bei: https://www.bear-family.de (Sampler)

Wie gesagt, die Jungs haben wir in Vegas genossen. Dort waren sie spitze, auch wenn die Brothers einen Hang zum Western Swing an den Tag legen: Bei den restlichen Stücken brillieren sie so sehr, dass ich nicht umhin kann, ihre Arbeit zu loben. Was sie von anderen unterscheidet, sind die mehrstimmigen Stücke, die allesamt an die grossen Brüder-Duette erinnern. Für mich klingen sie absolut authentisch, ja nach 50s. Und auch instrumental sind sie nicht zu unterschätzen. Kurz gesagt: Der Hammer.


James Intveld
All the Way from Memphis
Erhältlich bei: https://www.amazon.com (Sampler)

Mit dem Honky Tonk «Pretty World» eröffnet James Intveld den Reigen. Das hässliche «This Place Ain’t what it Used to Be», das wohl verdeutlichen soll, welche Stadt James Intveld heute seine Heimat nennt. Doch er macht’s wieder gut mit dem Ohrwurm «Let’s get Started». Um’s gleich wieder zu versauen mit dem nervösen «Something you can’t buy», gefolgt von «A Woman’s Touch». Auch «Have Faith» ist eindeutig der Music City zu verdanken. Dafür wird’s mit «Motel Time» wieder einen echten, texanischen Honky Tonk. «If Tears Could Talk» erinnert an den grossen Roy Orbinson. Bei «Small Town Boy» versinkt der Junge in Sentimentalität – keine Ahnung, woher seine Schwermut kommt. Sie gefällt mir definitiv nicht, denn sie macht depressiv. Und mit «Walk with Me», einem von Orgel und Chor dominierten Gospel-Titel schliesst der Musiker seine CD ab. Ohne diese 2 ‘Zugaben’ wäre das Stück toll geworden. Schade.

Fazit: Ca. 5 ganz, ganz tolle Stücke


The Lustre Kings
Go Green
Erhältlich bei: https://www.amazon.com/Go Green (Sampler)

Mit einem an Elvis erinnernden Titel beginnt die CD. «It Ain’t Right» gefällt mir irgendwie. Zwar gibt’s Tempowechsel, doch die Gitarre ist klasse, der mehrstimmige Gesang ebenfalls. «Can’t Find the Doorknob» hab’ ich vor allem von den Chevy Cats gehört und geliebt. Deshalb bin ich wohl verwöhnt, denn diese Version hier ist nur bedingt meine. «Don’t let go» zeigt ein sympathisches Piano. Der Song hätte gut zu den Jets gepasst, ist er doch im Doo Wop Stil gehalten. «Fallin’» ist ein Limbo. Mr. Gamsjager zeigt auf seiner Arbeit gekonnt sämtliche Facetten der Rock’n’Roll Musik auf. Ein paar Stücke sind durchwegs gelungen, andere weniger. Was auch für den Gesang gilt. Live finde ich die Band besser.


The Planet Rockers
Return of
Erhältlich bei: https://www.cede.ch (Sampler)

Nun. Bei den Planet Rockers handelt es sich um eine absolute US-Kult-Band. Somit ist die CD wohl Insidern vorbehalten. Auch hier zeigt die Band verschiedene Unterarten der ‘Vintage’-Musik, z.B. Surf, Honky Tonk, Rock’n’Roll. Der Gesang ist tief, den Tonträger hört man wohl besser lautstark.
Ich halte mich in Sachen Kult lieber an die Engländer. Die machen wenigstens gute CD’s.

 


Dale Perry
Livin’ the Dream
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Von der ersten Note an entpuppt sich Dale Perry als Banjo-Genie. Und obwohl die 12 Songs allesamt instrumental sind, kommt keine Langeweile auf. Auch das ist eine Meisterleistung, die nicht zu unterschätzen ist. Die Mitmusiker sind übrigens gleichermassen begabt

 

 


Porch Setters Union
Farewell to Grapes on the Road
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Bei der Leadstimme bin ich im Zwiespalt. Doch den Rest, d.h. die Stücke, die Musik, die Abwechslung, die Keltik, die Bluegrass-Musik, das alles mag ich. Die Stücke klingen noch nach. Das ist gut so.

 

 


The Whiskey Club
Saddle And Rails
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Lieder, die zum Mitsingen, Mitklatschen und Mitschunkeln bewegen, mag ich. Deshalb kommt mir «My Oh My» gerade recht. Und es zeigt sich, dass die nachfolgenden Stücke ebenfalls zum Mitmachen anregen. Vielleicht ist der Gesang nicht immer optimal, doch ich denke, die CD ist schlecht produziert, manchmal klingt alles ein bisschen schräg – und dies nicht gewollt. Trotzdem hörenswert

 


The Rayo Brothers
Take You For A Drive
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die Rayo Brothers machen eine gekonnte Mischung aus Alt und Moderne. Zwar setzen sie Banjo, doch Schlagzeug gleichermassen ein. Und egal, ob es ich um sentimentale oder rassige Stücke handelt: Man sieht tatsächlich immer eine Strasse vor sich. Klasse.

 

 


Fred Smumate
You Touched Me
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Dieser Typ ist extrem krass drauf. Und ich weiss nicht, ob ich ihn für seine jazzige Musik mögen soll, oder nicht. Originell ist er unbestritten. Ergo suche ich einen Song, den ich mag. Wie wär’s mit «Milky Way», das einigermassen normal klingt? Oder «Little Bit», das ein Honky Tonk werden sollte? «Moji Me» ist wohl für Irre, doch ich mag, wie der Künstler hier die Handorgel einsetzt. «Younger Than Yesterday» beginnt auch wie ein Honky Tonk – bis der schräge Gesang einsetzt. Doch ich mag die Worte. Unbedingt. Dasselbe gilt für die Schlussnummer: «What a Way to Go». Tja. Ich hab’ gelernt, dass ich weinerliche Stimmen nicht mag. Aber auch, dass es sich hier wohl um einen Poeten handelt, der seine Worte in Stücke umsetzt, die hoffentlich viel Aufmerksamkeit erregen.


Bob Nobles & Friends
Windmills & Wheatfields
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Eine wunderschöne CD, bei der sich alles um mehrstimmigen Gesang, traditionelle Country- und Bluegrass-Musik dreht, dargebracht von unterschiedlichen Musikern/Sängern.

 

 


Blind Lemon Pledge
Backwoods Glance
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Und noch eine schräge CD. Eigentlich wären die Stücke ja Bluegrass-Titel, doch der blinde Mann macht mehr daraus. Oder weniger? Hört rein.

 

 

 


Galax Bogtrotters
Old Time Jubilations
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Und da gibt’s noch diese geniale Old Time CD…… Die Stringband besteht aus Eddie Bond, Erynn Marshall, Carl Jones, Eric Hill und Bonnie Bond. Die 15 Stücke bieten Gelegenheit, ein spezielles Genre kennenzulernen.

 

 


Joe Hott & The Short Mountain Boys
Last Thing on My Mind
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

«The Last Thing On My Mind» ist eines meiner Lieblingsstücke. Kein Wunder, war ich gespannt, auf Joe’s Version. Und ich musste nicht lange warten, beginnt seine CD doch m it dem Titeltrack. Wow. Er macht ein ganz eigenes Stück daraus, mit kleinen, kaum hörbaren Veränderungen, z.B. langsamerem Tempo, anderen Endungen, längeren Noten. Klasse. Wobei mir einmal mehr die laschen Nummern, etwa «Snow Covered Grave» besser gefallen, wie die rassigen. Klar, der Junge kommt nicht an grosse Sänger wie James King heran. Doch ich denke, es braucht nur ein paar Jahre.

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