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Charlie Worsham zurück in Deutschland – doch wo sind die Besucher?

By Susann Krix — März 29, 2017

Charlie Worsham – der 31- jährige Singer/ Songwriter aus Mississippi/ USA war zuletzt im November 2016 in Deutschland zu sehen. In der ausverkauften Prinzenbar in Hamburg begeisterte er damals seine Fans.

Ich durfte ihn als Support der Countrylegende Kenny Rogers live erleben (Bericht von Emmi Schmidt) und war von Gesang und Gitarrenspiel sofort begeistert.

Umso mehr freute es mich natürlich, dass Wizard-Promotion den Künstler nochmals nach Deutschland holte.

Am Dienstag, den 21.3.2017 machte ich mich also auf nach Köln in den MTC Music Club.
Was uns da erwartete erschreckte uns… 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn waren kaum Besucher anwesend. Wir hofften es werden mehr, aber leider zählten wir bis zum Schluss nur knapp über 30.

Das ist zum einen erschreckend und zum anderen sehr traurig für einen großartigen Künstler, der mit Größen, wie Kenny Rogers, Taylor Swift und Miranda Lambert auf Tour war.

Wo sind denn die ganzen Musikfreunde, die immer wieder schreien, es sei zu wenig los???

Wir haben hier in Deutschland u.a. mit Wizard-Promotion einen Veranstalter, der sich in den letzten Jahren immer mehr mit dem Genre „Country“ beschäftigte und eben solche Künstler zu uns holt(e)… Dolly Parton, Luke Bryan und einige andere haben uns schon begeistert. Und allein dieses Jahr werden noch Frankie Ballard, Colter Wall und Frankie Davis auf deutschen Bühnen stehen.

Kommen dann aber zu solchen Veranstaltungen kaum Besucher, brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Veranstalter nicht mehr gewillt sind Countrymusiker nach Deutschland zu bringen.

Ich hoffe, dass zukünftig wieder mehr los ist, denn die Künstler haben es wirklich verdient!!

So, nun aber genug der Kritik, kommen wir zum eigentlichen Konzert und da kann ich schon mal sagen, dass es wirklich super war!

Pünktlich um 21 Uhr eröffnete der Duisburger Musiker „Domingo“ diesen Abend.
Im ca. 30- minütigen Set präsentierte der Folk- Musiker eigene Songs – ruhig, mit tieferen Hintergrund und akustisch an der Gitarre.

Recht schnell nachdem der Support- Act von der Bühne trat, wurde der Headliner auch schon mit tosenden Applaus begrüßt. Man merkte schnell, dass die wenigen anwesenden Fans und Musikfreunde genauso stimmvoll feiern konnten, wie ein Dutzend mehr.

 

Der Songwriter Charlie Worsham überzeugte mit den ersten Tönen seine Fans. Neben Songs aus seinem Debüt-Album „Rubberband“ stellte er auch Songs seines in Kürze erscheinenden Albums „Beginning of Things“ vor. Dieses erscheint am 21.4.2017.

An diesem Abend kam der geneigte Hörer schon in den Genuss der Live- Versionen von „I Ain´t Goin´Nowhere“, „Call You Up“ oder auch „Take Me Drunk“. Ein Genuss für Auge und Ohr – da kann man sich auf das neue Album freuen!

Bei „Mississippi in July“, „Wired That Way“ und „Lawn Chair Don’t Care“ waren die Fans sehr textsicher und Charlie Worsham erfreute sich daran. Er erwähnte auch, dass er gern wieder nach Deutschland kommt, da es ihm sehr gut gefällt und man immer herzlich zu Ihm ist.

Als kleinen Bonus holte Charlie Worsham den Musiker Ben Tiedemann auf die Bühne und gemeinsam präsentierten sie Charlie´s Song „Beginning of Things“ . Das Gitarrenspiel von dem 30- jährigen Ben, der als Gitarrenlehrer tätig ist, und Charlie harmonierte perfekt und das Publikum forderte eine Zugabe. Mit dem Vince Gill Hit „Liza Jane“ (Original von David Bowie) folgten die beiden dem Wunsch des Publikums.

Mit „Love Don´t Die Easy“ verabschiedete sich Charlie Worsham von der Bühne. Doch natürlich lies man den Musiker nicht ohne eine Zugabe gehen.
Als Dank, dass die jungen Fans in Hamburg und Köln waren spielte er extra für sie gewünschte Songs „Could It Be“ und „Heart of a Lonely Girl“ – letzteren für den Fan Kristina.

Das war ein grandioses Konzert in angenehmer Atmosphäre im MTC Music Club, auch wenn es eben leider nur sehr wenige Besucher waren. Aber das hat der Stimmung nichts abgetan – es wurde gefeiert und mitgesungen.

Hoffen wir für die Musikfreunde, dass Charlie Worsham Wort hält und wirklich zurück nach Deutschland kommt. Dann mit hoffentlich mehr Besuchern.

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