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Country Music CD News Februar 2017 von Andrea Weber

By eyertt — Februar 02, 2017

Teddy Boy Rock’n’Roll – A Tribute To Crazy Cavan & The Rhythm Rockers
Erhältlich bei: http://www.junglerecords.fi/teddy-boy-rock-n-roll-a-tribute-to-crazy-cavan-the-rhythm-rockers.html

Ein Tribut an – für mich – eine der grössten Teddy Boy  Rock’n’Roll Bands überhaupt: Cavan Grogan und seine Jungs, die Rhythm Rockers. Die den englischen Teddy Boys Sound wie keine andere Gruppe seit vielen Jahrzehnten verkörpern. Werden die Stücke von gleichermassen hochkarätigen Bands wie den Black Knights (Schweden) gecovert, kann eine CD einfach nur fantastisch sein.

 

 


Colvin & Earle
Erhältlich bei: https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/colvin-shawn-earle-steve-colvin-earle/hnum/2746149 (Sampler)

Ein Kritiker meinte, dass sich anscheinend die schlechten Meinungen dadurch bilden, dass man sich an Earle’s früheren Arbeiten orientiert und von jenen ausgeht. Nun ja. Wer sich mit Steve Earle befasst, beisst sich automatisch an seinen atemberaubenden Songs, etwa „Guitar Town“, „Copperhead Road“ oder „And The Rain Came Down“ fest. Daran kommt man einfach nicht vorbei. Und dass es danach nur noch ‚abwärts‘ ging oder sagen wir mal: Zumindest in andere Richtungen, ist unbestreitbar. Der Rebell Steve Earle ist von jenen unverkennbaren Arbeiten einfach nicht zu trennen. So bleibt denn die Enttäuschung über alle Folge-Werke kaum aus. Und selbst wenn „Tell Moses“ absolut genial ist: Der Song ist NICHT Steve Earle. Und weshalb braucht er „Ruby Tuesday“? Erst „The Way That We Do“ zeigt den Aufmüpfigen wieder, den, den wir schon lange verloren glaubten. Und auch „Happy And Free“ offeriert den laschen, maulfaulen Earle. Ich kann mir nicht helfen, doch Steve Earle wirkt hier wie ein Statist. Und das hat er nicht nötig. Schön, wenn er sich zurücknimmt. Aber zurückstehen sollte er nicht.


The Humdingers
Hopped Up
Erhältlich bei: https://www.raucousrecords.com/humdingers-hopped-up-cd.html

Ich mag die Typen. Sie klingen nach Hillbilly, nach Land, nach Originalität. Und überraschen auch mal mit Polka. Gradlinig sind sie nicht, doch ihre irre Version von „Let Me Make It“ macht meinen Tag…… von Harmonien haben sie nicht viel Ahnung, dafür umso mehr von Spass und Party.


The Time Burners
Memories
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die Stimme des jungen Mannes ist ausgezeichnet, währen diejenige der Sängerin gewöhnungsbedürftig, da ziemlich brüchig, ist. D.h. die Stärke der CD, egal ob die Nummern wie Dwight Yoakam oder die Handsome Family klingen, liegt beim männlichen Part und bei der Musik. Bei der Rockabilly-Nummer „Hop, Bop & Roll“ zeigt sich das Mädel aber plötzlich stimmgewaltig. Keine Ahnung, wie diese Aufnahme zustande kam. Entweder zeigt sie bei den vorhergegangen Stücken nicht, was in ihr steckt, oder sie ist live nie und nimmer so hochkarätig wie hier. Was immer es ist – die Nummer ist spitzenmässig.  Wobei ich dem männlichen Pendant, „Rick Rack“ trotzdem den Vorzug gebe. Was einmal mehr Geschmacksache ist. Wer eher auf Swing steht, wird dem weiblichen Stück weit mehr zugetan sein.

 


Circus No. 9
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Nur 5 Nummern, dafür hochstehende, progressive Bluegrass-Nummern mit ausgezeichnetem Clawhammer-Banjo und gutem Gesang – direkt aus Virginia

 

 

 


Aces and Eights
The Heart of Country Music
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die Eröffnungsnummer, „The Heart of Country Music“ überzeugt mich nicht, dafür das nachfolgende „Cattle Call“ Stück umso mehr. Die zwei Interpreten bemühen sich hier sehr, dem Original nahezukommen. Und sie versagen nicht. Zusammen machen die beiden echt was her – ob sie nun auf akustischen Instrumenten oder bei Harmonien brillieren. Erstaunlicherweise kommen sie aus den Black Hills von South Dakota.


Jake Penrod
Out Of Control
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Ausgezeichnete Honky Tonk Nummern bietet dieser Interpret. Kein Wunder hat  der junge Mann 2016 von der Academy of Western Artists die Auszeichnung des  Pure Country Vocalist of the Year gekriegt.

 

 


Tom Kuntz
The Hank Williams Project No. 2
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Ungewöhnliche Interpretationen von bekannten Stücken des Königs der Country Musik. Und zwar nicht nur, was den Gesang anbelangt, sondern auch die Instrumentierung und die Produktion. Klasse.
Tom Kuntz
The Hank Williams Project No. 3
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Steht No. 2 in nichts nach. 14 Titel. Saubere Arbeit.


Fox & Branch
Banjo Tr amp
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Tolle Old-Time Musik. Clawhammer-Banjo und Fiddle, auch mal instrumental.
 


OHNE BILD
RJ Daniel
Somewhere West of Laramie (Veröffentlichung am 31. März 2017)
Erscheint bei: Red Mesa Records
Web: www.rjdanielcountry.com

Oben erwähnte CD kriegte ich als Promotion Tonträger zugestellt, mit dem Hinweis, dass die Plattenfirma daran glaubt, dass alles wieder so wird, wie’s mal war im Country Musik Land. Hoffen wir’s.
RJ Daniels‘ Werk beginnt stark. Wie Dale Watson, nur dass ich dessen Stimme mehr mag, da sie männlicher ist und auch mal rau klingt, im Gegensatz zu RJ’s. Deutlich wird dieses Manko bei dem Titel ‚I can Do it in my Sleep‚, der, auch wenn die Plattenfirma sich davon distanziert, Nashville orientiert ist. Glücklicherweise ist der nachfolgend ‚98.6 degrees and falling‘ wieder ein typischer Honky Tonk, der so richtig in die Beine geht. Dennoch: RJ ist weder ein Dale Watson, noch ein Dwight Yoakam. Als Alternative zu diesen grossen Sängern macht er sich aber recht gut, mal abgesehen vom unmöglichen „Five Minutes More„, einem Western Swing Stück. Im Gegensatz dazu steht „For All We Know“. Dieser Titel zeigt, wozu sich RJ’s Stimme wirklich eignet. Ein paar Nummern müssten nicht sein, das Schlagzeug wünsche ich mir einmal mehr leiser…. schlecht ist DJ nicht.


Blaze Foley
The Lost Muscle Soals Sessions
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Blaze Foley gehört für mich in die gleiche Kategorie wie John Prine, Townes Van Zandt, Guy Clark und Joe Ely. Er war ein Superstar, ein zu wenig Ästimierter. Mir geht’s bei ihm weniger um die Stimme, sondern die Worte, die er verwendet, die Sensibilität, die man ihm gar nicht gibt, wenn man ihn so sieht. Das Einzige, was mich hier unheimlich stört, ist die Orgel. Mit der werde ich wohl nie warm und ich bin nicht sicher, ob Blaze Foley sie so dominant, wie hier zum Zuge kommt, wollte. Ich hoffe es nicht. Es wäre schön, würden alle Stücke so wie das sentimentale „Where Are You Now My Love“ klingen. Wir haben in letzter Zeit viele extrem wichtige, extrem gute Musiker verloren, die niemals zu ersetzen sind. Blaze war einer von ihnen.

 


Hick’ry Switch
Old Mine Road
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Ich mag den Stil der CD, den Leadgesang würde ich mir aber etwas stärker wünschen. Old Time mit keltischem Einschlag, Mundharmonika, sphärenhafter Gesang, etwas ZU zerbrechlich für meinen Geschmack…..alles in allem eine gute CD mit beeindruckenden Momenten hier und da  nicht zuletzt dank dem Clawhammer Banjo

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