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Bluegrass-Jamboree in Dreieich

By Susann Krix — Dezember 13, 2016

Bluegrass-Jamboree Dreieich am 25.11.2016

Das Bluegrass Jamboree ist eine jährlich von Mitte November bis Mitte Dezember stattfindende
Konzert-Tournee, die von Rainer Zellner organisiert und präsentiert wird. 3Bands aus dem Bereich
Bluegrass und Americana touren dann im „Banjobus“ quer durch Deutschland, 24 Stationen hatte die
Tour in diesem Jahr. Ich selbst bin seit 4 Jahren inzwischen regelmäßig bei mindestens einem Gig
dabei. Am letzten Freitag im November ist traditionell Dreieich in der Nähe von Frankfurt an der
Reihe. Auch Tradition ist bei dieser Tour, dass dort, wo es möglich ist, eine Band aus der Region als
Vorgruppe im Foyer spielt. In Dreieich waren es dieses Mal die „Random Strings“ aus dem
Frankfurter Raum. Diese hab ich leider verpasst, weil ich erst gegen 19:50 etwa im Bürgerhaus
eingetroffen bin.

Pünktlich um 20:00 ging im Saal des Bürgerhauses das Licht aus und der Organisator des Ganzen,
Rainer Zellner betrat die Bühne. Er begrüßte das Publikum, sagte ein paar Worte zu der Musik und
dem Ablauf des Abends und stellte die ersten Musiker vor, welche dann auch gleich auf die Bühne
kamen. „The Honey Dewdrops“, das sind Laura Wortmann und Kagey Parrish aus Baltimore.
Ihre Musik ist eine Mischung aus Bluegrass und ruhigen Americana-Balladen, im Stil von Gillian
Welch, welche vor allem durch ihren Harmoniegesang fasziniert. Die meisten Songs haben sie selbst
geschrieben und entstammen ihren bisher 4 CDs, die sie im Laufe der Zeit veröffentlicht haben. Man
spürt förmlich, dass beide nicht nur auf der Bühne zusammen sind, sondern dass da ein viel tieferes
Vertrauen existiert. Singer-/Songwriter der Extraklasse.

Danach kam Rainer wieder und kündigte eine italienische Band an… „The Truffle Valley Boys“…
Was dann auf der Bühne passierte, muß man einfach erlebt haben… Man konnte denken plötzlich in
den 50ern zu sein und da vorne stehen „Bill Monroe & his Bluegrass Boys“… absolut genial, was diese
4 jungen Musiker da zelebriert haben. Klassischer Bluegrass in Reinkultur. Meist kurze, rasant schnell
gespielte Stücke mit den traditionellen Instrumenten wie Fiddle, Banjo, Mandoline, Dobro, Gitarre
und Kontrabass, dazu hoher nasaler Gesang… Die Zeit bis zur Pause verging einfach viel zu schnell…
In der Pause konnte man dann CDs kaufen und/oder mit den Musikern reden, Fotos machen oder
einfach nur etwas Essen oder Trinken. Nach 20 Minuten ging es weiter. Rainer stellte die letzte Band
des Abends vor. „The Goodbye Girls“, das sind 4 junge Frauen die sich in Boston auf dem „Berkley
College of Music“ kennengelernt haben und jetzt gemeinsam die Bühnen dieser Welt „unsicher
machen“. Eine Mischung aus Folk, Country & Bluegrass, mal flott, mal ruhigaber immer mit einer
ausgelassenen Spielfreude. Diese Mädels boten eine Show für Ohren und Augen…

Zum Abschluss dann die obligatorische Session mit allen beteiligten Musikern, bei der auch Rainer
zur Mandoline griff und mitspielte. Da kommen dann traditionelle Stücke dran, die alle kennen und
wo jeder Musiker zu seinem Solo kommt. Da vergeht die Zeit wie im Fluge… Logisch, dass es nicht
ohne Zugaben ging. Die ersten 2 Zugaben haben alle gemeinsam bestritten, dann für die letzte
Zugabe kamen nochmal 2Musiker der „Truffle Valley Boys“ auf die Bühne, bevor gegen 23:00 die
Veranstaltung offiziell zu Ende war… Im Foyer konnte man noch CDs kaufen und mit allen nochmal
ein paar Worte wechseln. Rainer hat auch dieses Jahr wieder ein wunderschönes
abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt und ich bin schon sehr gespannt, wer im
nächsten Jahr dann dabei ein wird. Gerade bei den „Goodbye Girls“ fiel mir das „Goodbye“-Sagen
schwer… Herzlichen Dank an Rainer Zellner für dieses wunderbare Event und ich hoffe, dass es uns
noch lange erhalten bleibt!

Bericht und Fotos: Steffen Jammrath

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