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CD News Dezember 2015

By eyertt — Dezember 03, 2015

image001Kevin Pace & the Early Edition
I want to go home
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Der Leadgesang ist stark, die Harmonien qualitativ hochstehend, der Klang der traditionellen Bluegrass-Musik zuzuordnen. Die Jungs beweisen, dass gute Bluegrass-Musik nicht gezwungener Massen aus Kentucky, Caroline oder Tennessee kommen muss. Auch Washington kann mithalten.

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image002 Appalachian Still
Live! From The Parlor Room
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Americana voller Ecken und Kanten, Rebellion pur, selbst in der Stimme. Standards wie „Rolling in My Sweet Baby’s Arms“ oder „Cumberland Gap“ klingen frisch, wie neu aufgearbeitet… Klasse.

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image003 Happy Horse Band
Hell Bent for Leather
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Der Tonträger klingt nach Country Musik für Rocker. Der rote Faden, der durch die Arbeit führt, ist der Rhythmus, der sich ausgezeichnet für lange Autofahrten eignet. Die Stimme der Leadsängerin ist stark, wenn auch ein bisschen monoton, da sie nicht über viele Oktaven verfügt. Rassig
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image004 Hot Day At the Zoo
Hitting the Road
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

So amüsant die CD aussieht, so spassig klingt sie. Die Mischung aus Blues, Ragtime und Jazz neben progressiver Bluegrass-Musik und von Americana beeinflusstem Rock’n’Roll eignet sich gleichermassen für endlose Autofahrten.
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image005Cedar County Cobras
Delta Ave Juke Joint
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Nachdem man den eigenartigen Namen der Gruppe gelesen hat, vermeint man in jeder Nummer der CD eine Schlange zu hören – vor allem die Mandoline sorgt dafür. Unglaublich der Rhythmus, der alleine für die Ausdrucksstärke der instrumentalen Nummern sorgt. Was für eine einzigartige Band…………..
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image006Lard Bucket
Snake Oil
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die CD beginnt mit jugendlichem Schwung, ungestüm, gedankenlos, scheint Lard Bucket voranzupreschen. Dann urplötzlich, beim Folge-Titel, „Bitter Sweet Harvest Waltz“ ist der junge Mann plötzlich erwachsen geworden, wirkt nachdenklich, erfahren. Nur, um hernach einen Polka hinzulegen. Und so zeichnet die CD bei jedem Stück ein komplett anderes Bild des Interpreten auf. Mich fasziniert vor allem die tolle Stimme. Auch bin ich froh, dass Lard mit einem so starken Stück wie „A Beautiful Life“ den Tonträger abschliesst. Noch einmal kommt sein schöner Gesang voll zur Geltung.
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image007Eddie Cochran & Friends
Erhältlich bei: www.amazon.de (Sampler)

Gemäss Plattenlabel handelt es sich nicht einfach um eine weitere Eddie Cochran Scheibe. Davon gibt’s viele, Singles z.B., genauso „Greatest Hits“ Alben. Bei der neuen Gold Star Veröffentlichung handelt es sich um ein drei CD fassendes Set mit verschiedenen Künstlern. 100 Titel von erstaunlichen Talenten wurden zusammengetragen. Der Titel kommt vom historischen L.A. Studio her, wo viele der Nummern einst aufgezeichnet wurden.

1955 landete Eddie, damals ein Teenager und Teil eines Country Duos, in Memphis. Obschon Zeuge der Geburt des Rock’n’Roll Phänomens, beschloss er, den Gospel zurück nach Kalifornien zu bringen. Der junge Cochran muss dessen ungeachtet nicht nur als Interpret, sondern auch als beliebter Gitarrist verstanden werden. Er wäre in den 60ern sicher ein wichtiger Studiomusiker geworden, hätte sein tödlicher Autounfall nicht allem ein Ende gesetzt. Denn Eddie kam 1960 während einer UK Tournee ums Leben. Er wurde 21 Jahre alt. Trotz seines kurzen Daseins war es Eddie Cochran gelungen, in gerade mal 5 Jahren viel Material, das für die Musikgeschichte unverzichtbar geworden ist, zu hinterlassen. Ein Teil seines Vermächtnisses zeichnete diese 3-teilige Sammlung auf.
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image008Crazy Cavan & ’n‘ The Rhythm Rockers
The Real Deal
Erhältlich bei: http://crazycavan.bigcartel.com/product/new-release-real-deal-cd (keine Sampler)

Cavan Grogan hat nicht die ganze Teddy-Szene hinter sich. Zumindest hier in der Schweiz. Viel mehr scheiden sich an ihm die Geister. Was aber auch jene zugeben müssen, die ihn oder seine Musik nicht mögen ist, dass er seit 1964 einen ganz eigenen, unverkennbaren Stil, den er Teddy Boy Rock’n’Roll nennt, in ganz Europa verbreitet hat. Als grosser Cavan Fan muss ich zugeben, dass ich ihn live auch in früheren Tagen, etwa in München, nie gut erlebte. Auf CD ist er für mich nach wie vor grosses Theater. Vergleiche ich die 3 Konzerte, die ich in jüngster Zeit von ihm sah, war Las Vegas wohl das Beste. Wobei auch dort das amerikanische Publikum zurückhaltend reagierte, denn der einzigartige Sound ist ihm wohl nicht vertraut. Auch das neue Album, mit selbstkomponierten Titeln, hält sich an den üblichen ‚Groove‘. Wobei man selbst bei den CD’s langsam mitkriegt, dass Cavan 70+ ist. Grossartig finde ich „Don’t blame it on me“…. ein typisches Cavan-Stück, wo er sich einmal mehr über seinen Charakter auslässt…oder halt den eines Machos, wenn ihr so wollt. „Something wrong with you„, das später folgt, orientiert sich auch an diesen Stil. Allerdings klingt der Titel ein bisschen nach Fats Domino. Dessen ungeachtet zeigt sich hier, wie sehr Cavan mit den richtigen Tönen zu kämpfen hat. Und er kommt nicht immer als Sieger davon. „What Will I Tell My Heart“ ist das schlimmste Stücke des Tonträgers. Absolut überflüssig, nicht nur, weil es völlig falsch klingt, sondern auch vom Stil her. „Hush your Mouth“ überrascht mich. Eine sehr temperamentvolle Nummer für den laschen, trägen Cavan. Dasselbe gilt für „Wo-Ho-Ho„. Und auch „Little Misguided“ ist keine einschläfernde Nummer geworden. Cavan’s Grösse kommt richtig zur Geltung bei „How Come You Do Me„. Unschlagbar, der Mann. Ich war gespannt auf meine eigene Reaktion, als ich las, dass ausgerechnet einer meiner Lieblings-Schlagzeuger, Michael Coffey, seinen unverkennbaren Shuffle lediglich bei einem Stück einbringt. Und ich las bewusst vorab nicht, bei welchem. Nun: Ich konnte es auf Anhieb sagen. Und ich bin sicher kein Ausnahme-Talent. Vielleicht genügt es, ein jahrelanger Cavan-Fan oder Kritiker zu sein. Michael Coffey bedient die Küche beim letzten Stück, „You Done Me Wrong Domino„. Und auch wenn ihr dem Sound von Cavan (der in den Liner-Notes zur neuen LP als Rock’n’Roll Gott bezeichnet wird, was ich masslos übertrieben finde): Sein Stil wird Euch im Ohr bleiben.
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image009Johnny & The Apple Stompers
Far from the Tree
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Traditionelle Hillbilly-Musik, Honky Tonk, ein bisschen Western Swing. Alles erinnert an Hank Williams oder Wayne Hancock. Mit von der Partie einer der sentimentalsten Country Musik-Nummern, die ich kenne. Diesmal nur mit Steel-Gitarre vorgetragen, wobei der Song NOCH trauriger klingt: „Lonely Arms„.  5 Titel nur. Doch glaubt mir, die reichen, um die Sehnsucht nach Sentimentalität zu kurieren.
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image010Texas Footstompers
Treasures
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Positive, fröhliche, traditionelle Country-Musik. Man wähnt sich im Cabriolet durch einsame Landstrassen fahrend…… Vom Gesang her nicht Top-Qualität, doch ein Tonträger, der Honky Tonk, ein bisschen Skiffle, sogar Flötenstücke, die an Wiegenlieder erinnern, neben unerträglichen Popballaden anbietet.
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image011Adam Hager
Joy To The World
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Eine Single-CD, die das grossartige Talent von Adam Hager, einem Fingerpicking-Gitarrist, deutlich macht. Klingt sicher gut unter jedem Weihnachtsbaum, das instrumentale Stück, unglaublich schnell gespielt und dabei präzise wie nur etwas.
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image012The Georgia Jays
Round Peak, Georgia
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Das tolle Cover verspricht viel. Und hält das Versprechen, je länger man sich die Titel anhört. Lustig, dass sich das Old-Time Duo aus einem Neurologen und einem professionellen Whiskey-Brenner zusammensetzt. Die Beiden konzentrieren sich vor allem auf jenen Stil, der sich in Round Peak Gegend von North Carolina  entwickelte. Geige und Banjo vom Feinsten.
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image013Mountain Music Trail
Front Porch Music
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

24 Stücke fasst die CD. Ganz, ganz tolle Old-Time/Bluegrass-Musik, die sprach-, wenn nicht atemlos macht. Und es tut gut, zu wissen, dass es irgendwo da draussen Musiker gibt, die das Herz der Appalachen in ihrer Stimme haben bzw. dieses in ihren Instrumenten ausdrücken können.
Beim Mountain Music Trail handelt es sich übrigens um eine Gruppe, die es sich zum Ziel setzt, für den kulturellen Tourismus und die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung entlang des Highway 219, dem Korridor von Monroe, Greenbrier, Pocahontas Randolph und der Tucker Gegend zu sorgen.
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image014The Sweet Evangelines
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Hier werden klassische Songs, etwa das bekannte, „The One I Love Is Gone“ zum Besten gegeben und das in wunderschöner, tadellosen Bluegrass-Harmonien. Nicht nur sentimentale Titel warten auf, auch rassige, etwa „Who’s gonna kiss you“. Bei den Sweet Evangelines wird man ganz demütig, ganz klein, spürt man doch ihre Grösse deutlich genug.
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he Whiskey Darlings
Live Sessions
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Rob Rainwater und Michele Van Kleef machen die Whiskey Darlings. Sie setzten ebenfalls auf Harmonien, eine einsame Gitarre, klaren, einfachen Sound. Zum Zuhören. Und Schweigen.
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image016Kevin Pace & The Early Edition
I Want To Go Home
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Schöne, traditionelle Bluegrass-Musik. Kevin & seine Jungs debütierten bereits 2012. Zuvor zog es Kevin allerdings vom Südosten in den Nordwesten. Dort suchte er sich geeignete Musiker und gründete mit diesen Early Edition. Eine schöne, gut zusammengestellte CD

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image017Appalachian Still
Live from the Parlor Room
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Um’s kurz zu machen: Die Band ist klasse. Was mich allerdings etwas stört, ist ihr offensichtliches Selbstvertrauen. Bei „Hard to Handle“ dringt es für mich sehr stark durch. Dann denke ich wieder DAS war live? Mensch – welch ein Temperament, ein Können. Tatsache ist: Die Band aus New England hat einen ganz eigenen Stil entwickelt. Irgendwas zwischen Shuffle und Bluegrass, rassig, frech, rau und unbeherrscht.

 

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