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CD News November 2015

By Andrea Weber — November 02, 2015

image001Suns of Memphis
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Rassiger Rockabilly, ausgezeichnete Gitarrensoli und ein starker Bass zeichnen die Suns of Memphis aus. Die Band kommt aus Menominee, Michigan und besteht aus Matt Beaudo am Doghouse Bass, Aaron Brill an der Gitarre sowie Jesse Peterson am Schlagzeug. Während der Song „PBR“ eine Stray-Cat-mässige Nummer ist, sind die restlichen Titel eher klassischem Rockabilly zuzuordnen.
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image002Cousin Harley
The Dutch Sessions
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die Stimme klingt ein bisschen eintönig, ansonsten ist Cousin Harley ebenfalls ein erstklassischer Interpret des typischen Rockabilly-Sounds, den ich nur empfehlen kann.

Obwohl die Gruppe aus Kanada stammt, wurden die CD-Titel in Holland aufgenommen. Dies während einer Europa-Tournee 2013.
Klasse.

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image003Butch Waller
Waltz Collection
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Wie’s der Titel vermuten lässt, ist die CD sentimental ausgefallen. Dass Butch Waller einer jener Musiker war, die den Beginn der Bluegrass-Musik erlebten, zeigt das Können, das er hier an den Tag legt. Tatsächlich formierte Butch die Pine Valley Boys, einer der ersten Nord-Kalifornischen Bluegrass-Bands anfangs 1960. 1963 zeigten sich High Country, die Band, welche in Kalifornien das längste Bestehen feiern durfte, am Horizont, angeführt von Butch. Butch, der sich lang an den Stil Bill Monroe’s hielt, nahm Solo für Rebel Records auf. Die 6 Waltzes hier zeigen nicht nur die Qualität seiner Musik, sondern offenbaren die ganze Schönheit einer erstklassig gespielten Bluegrass-Mandoline.
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image004South Caroline Broadcasters
Tell me truly
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Old Time-Musik bietet obiges Trio an. Und tatsächlich glaubt man sich im letzten Jahrhundert wiederzufinden, hört man ihnen zu. Genial, nicht nur bezüglich Gesang, auffallend ist auch das musikalische Zusammenspiel. Wie die Carter Family und ihre Zeitgenossen. Richtig authentisch klingen sie, die drei.
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image005Tom O’Reilly & The Swaggers
Hey Boss
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Aus den UK kommt Tom O’Reilly. Deshalb klingt seine CD wahrscheinlich keltisch, sprich: Nach Reels. Die Stimme ist rauh, erinnert an die Pogues. Und auch der Sound besteht entweder aus Polka oder aus 3/4-Täkten.
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image006Moonshine Holler
Album of Old Time Melodies
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Bekannte Hillbilly-Stücke, simpel, d.h. mit einer Gitarre und einem Banjo und schlichtem Gesang dargeboten, dazu das gelegentliche Einmischen einer Mundharmonika. Auch Moonshine Holler scheinen sich alte Schellack’s zu Gemüte geführt zu haben, um genauso klingen zu können. Welch ein Genuss.
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image007Jack Scott
Way to Survive
– LP

Was soll ich zu Jack Scott sagen? Der Mann gehört für mich zu den Besten Interpreten der 50s. Seine Live-Auftritte sind spektakulär. Und noch heute kann er perfekt jodeln, wie in Hohenems vor wenigen Jahren bewiesen. Für seine neue LP, seiner ersten Neuver-öffentlichung seit 50 Jahren, hat er 12 Stücke zusammengetragen. Mindestens die Hälfte ist sentimental. Doch selbst, wenn „Wiggle On Out“ das einzige gute Stück wäre – DER Titel macht alle anderen wett. Jack Scott hat sich mit dem Song einmal mehr übertroffen und zeigt auch deutlich, wofür er steht: Rassigen Doo-Wop, der schlichtweg nicht zu überbieten ist. So sollte der Titel meiner Meinung nach an der Spitze jeder Hitparade stehen, die mit Americana auch nur annähernd zu tun hat. Dass Jack nebenbei auch ein sehr umgänglicher Mensch ist, der sich Zeit für seine Fans nimmt, ein guter Gitarrist und ein Sänger, der sich nie mehr zumutet, als er kann, ist nur ein willkommener Nebeneffekt. Lang lebe Jack Scott……………
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image008Reed’s Roots: The Living Room Sessions
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Glasklarer, einfacher Appalachen-Folk-Sound. Mit von der Partie: So bekannte Stücke wie „Down in the Willow Garden“.  Die Titel sind vorwiegend instrumental und Henry Reed (28. April 1884 – 16. Juni 1968) einem Fiddler bzw. Banjo Spieler gewidmet, dem Musik alles bedeutete. Er lernte die alten Melodien von Mentoren wie Quince Dillion, einem Kämpfer im Zivil Krieg. Schön sind die 12 Stücke geworden. Die 3 letzten Titel werden übrigens gesungen – der erste Song auf lasche, entspannte und traurige Art und Weise, die zweite Höhepunkt und blendet die CD gekonnt aus.
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image009The Water Song
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Eine gute, abwechslungsreich gestaltete, eher traditionelle Bluegrass-CD. Nicht nur gesungen, auch mal instrumental. Beim sentimentalen Stück „Dark Days Are Over“ zeigt sich die Qualität der Leadstimme.

Dank Abwechslung zeichnet die CD deutlich mit ihren 16 Stücken viele Facetten der Bluegrass-Musik auf.
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image010Kitchen Dwellers
Live from the Highway Vol. 1: Fox Theatre, Boulder, Co 9/23/2015
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Extrem rau, extrem rasant und deshalb progressiv treibt es die Kitchen Dwellers voran. Die Band aus Bozeman, Montana, wartet mit Songwritertum, abgewechselt von Polkas, auf. Faszinierend ist das Tempo der Mandoline, während die Musik irgendwo zwischen progressiver Bluegrass- und Folkmusik beheimatet ist.
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image011Twilight Drifters
Hopped up!
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Auf der Suche nach Bands am VLV 2016 stolperte ich anfangs Liste über die Twilight Drifters. Oben stehende CD stammt aus dem Jahr 2013, die Jungs selber kommen aus Nord Carolina.

Ihr Tonträger umfasst Western Swing, Hillbilly und Rockabilly. Was mir gefällt ist, dass sie ab und an mehrstimmig sind.
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image012The Royal Hounds
Zombie
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Auch die Royal Hounds stehen für 2016 auf der Liste des VLV’s.
Was sie anbieten, ist Swing, Lounge und Psychobilly. Sie bewegen sich immer ein bisschen am Limit, manchmal so verrückt, dass sie zu verstehen schwer fällt – musikalisch, zumal. Schräg.
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image013Dixie Leadfoot
Heels on Fuel
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Eine Bassistin, die man hört – nicht nur am Bass, auch am Gesang. Mit 5 Stücken wartet sie auf – manche, etwa „That’s what we do“ sind gut und rassig, andere, z.B. „Heels on Fire!“ sind gitarrenlastig.
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image014Lara Hope & the  Champtones
Heartbeat
Erhältlich bei: https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/Lara-Hope-The-Champtones-Heartbeat/hnum/3478933

6 Titel fasst die Arbeit von Lara. Darunter das absolute Highlight: „‚53 Boogie„, ein erstklassiger Rockabilly mit angenehmer, nicht zu dominanter Gitarre. Lara singt rassig, tief, tadellos. Und macht ihren männlichen Zeitgenossen Konkurrenz.
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image015The Space Cadets
Astrobilly Rockin‘
Erhältlich bei: www.amazon.com (Sampler)

Immer mit einem Bein im Psychobilly oder zumindest im rasenden Rockabilly, preschen  die Jungs oben ebenfalls ans Vegas-Rockabilly-Wochenende 2016. Dabei  erweisen sich alle gleich stark, egal, ob man sich auf den Sänger, den Schlagzeuger oder den Bassisten konzentriert – grandios.
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image016Smokehouse for Sale
Erhätllich bei: http://www.rocking-all-life-long.com/en/cd/1814-smokehouse-dave.html (Sampler)

Smokehouse Dave macht für mich einen Höhepunkt am VLV 2016. Seine-Rockabilly-/Hillbilly Musik ist absolut authentisch, der Tonträger von einer Qualität, die erstaunt. Beinahe ist es, als wäre der Junge aus den 50er Jahren in die heutige Zeit transferiert worden, ohne den Sound vergangener Tage verloren zu haben. Grosse, GROSSE Klasse.
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image017

Jittery Jack
Gonna Have A Time With
Erhältlich bei: https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/jittery-jack-gonna-have-a-time-with/hnum/5385471
Mir dominiert beim Sound von Jittery Jack die Gitarre zu stark. Der Gesang ist dessen ungeachtet gut. Und die CD durchwegs abwechslungsreich gestaltet. Auch er einer, der 2016 in Vegas auftritt.
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image018Loot Rock Gang
That’s Why I’ve Got To Sing
Erhältlich bei: http://www.cdbaby.com/cd/lootrockgang# (Sampler)

Das Baritone Sax sorgt bei der Loot Rock Gang für einen swingenden, authentischen Sound. Mit Swing hab‘ ich’s nicht so …..trotzdem finde ich die Gruppe genial, schon der mehrstimmige Gesang alleine spricht für sie. Auch die ‚Loots‘ sind am VLV 2016 mit von der Partie.
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image019Crystal & Running Wild
Good Taste in Bad Friends
Erhältlich bei: https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/crystal-runnin-wild-good-taste-in-bad-friends/hnum/7068487 (Sampler)

Wer auf Imelda May steht, der wird an Crystal gleichermassen Freude haben. Mal abgesehen von „Did You Ever“ ist das Mädchen durchwegs gut, wenn auch nicht so stark wie Imelda. Beim Gesang hab‘ ich das Gefühl, das Girl verlässt sich etwas zu sehr auf’s Aussehen und zollt der Stimme zu wenig Aufmerksamkeit. Kurz: Wie Crystal gibt’s viele. Was sie aber geschafft hat ist, dass Partystimmung beim Hören ihres Tonträgers aufkommt, denn Spass hat sie allemal – wieso nicht auch die Zuhörer?

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