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Mike Auldridge, Jerry Douglas & Rob Ickes: Three Bells

By Andreas Hilgart — September 16, 2014

(VÖ: 12. September 2014; Rounder / Universal; auch als Download erhältlich)

Country / Instrumental

Titelliste: 1. Silver Threads Among The Gold; 2. North; 3. Till There Was You / Moon River; 4. Dobro Heaven; 5. Sunrise Serenade; 6. The Perils Of Private Mulvaney; 7. The Three Bells; 8. For Buddy; 9. The Message; 10. Panhandle Rag; 11. I’m Using My Bible For A Roadmap

Auf dem Album „Three Bells“ geben sich gleich drei Meister des Dobro die Ehre: Jerry Douglas (u. a. Ray Charles, Eric Clapton, Dolly Parton, Mumford & Sons), Rob Ickes (u. a. Charlie Haden, Merle Haggard, Earl Scruggs, Willie Nelson, Alison Krauss) und Mike Auldridge (u. a. Emmylou Harris, Linda Ronstadt oder Lyle Lovett). Sie erzeugen zusammen einen Klang, der von den Weiten Nordamerikas träumen lässt. Dies beginnt bereits mit einer Instrumentalversion des Klassikers „Silver Threads Among The Gold“ und wird dann mit „North“ fortgeführt. Wie genial klingt hier das Zusammenspiel dieser drei Musiker. Da liegt Spannung in der Luft, das ist elektrisierend.

ThreeBellsCover„Wir wollten nicht unbedingt ein Album machen“, sagt Jerry Douglas. “Wir hatten einfach nur das drängende Verlangen, ein paar Dinge zusammen aufzunehmen.“ Doch dann änderte sich der Gesundheitszustand des an Krebs erkrankten Mike Auldridge und so konzentrierten sich alle Drei nur noch auf das „Three Bells“-Projekt, um einen würdigen Abschluss zu erreichen. Auldridge verstarb dann leider am 29. Dezember 2012, kurz nach Beendigung der Aufnahmen. „Mir war es wichtig, dass dieses Album Mike gerecht wurde“, so Douglas. „Er sollte im Mittelpunkt stehen, und so beschlossen wir, das zu spielen, was er spielen wollte. Wir gingen die Geschichte ein wenig zögerlich an, weil wir nicht wussten, wie weit wir ihn unter den gegebenen Umständen pushen konnten. Aber Mike spielte so gut wie immer und war tatsächlich der eigentliche Motor. Sein Enthusiasmus trieb Rob und mich dazu an, alles zu geben. Sonst hätten wir mit ihm gar nicht mithalten können.“

Dass die drei Musiker nicht nur im Bluegrass oder im Country zuhause sind, sondern auch Jazz, Folk, Pop, Rock, Blues und Rhythm´n´Blues schon spielten, beweist die Songauswahl. Es folgen als Solo-Performance von Mike Auldridge die Titel „Til There Was You“, was sicherlich allein aufgrund der Version der Beatles auch bekannt sein dürfte, und Henry Mancinis „Moon River“ aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“ in einer Art Medley. Jerry Douglas ist dann solo bei „The Perils Of Private Mulvaney“ zu hören und Rob Ickes hat das fast schon meditative „The Message“ solo eingespielt. Aber eigentlich könnte man das gesamte Album als meditative instrumentale Countrymusik bezeichnen, bei der man wunderbar aus dem Alltag entfliehen kann. So auch bei dem himmlisch klingenden „Dobro Heaven“. Etwas beswingter kommt dann die „Sunrise Serenade“ daher. Wunderbar dann immer wieder das Zusammenspiel der drei Meister des Dobros. Das ist Instrumentalmusik in Perfektion. Bei dem Titelsong „The Three Bells“, einem Klassiker, lassen Auldridge, Douglas und Ickes ihre Dobros wie Glocken erklingen. Das ist Instrumentalmusik zum Genießen. Dann wieder Swingelemente bei „For Buddy“ und „Panhandle Rag“, während ein weiterer eher meditativer Titel, „I´m Using My Bible For A Roadmap“, den Abschluss des Albums bildet.

„Three Bells“ ist einfach ein wunderbares Instrumentalwerk zum Genießen. Für Fans von Instrumentalmusik, des Bluegrass und des klassischen Country eine absolute Kaufempfehlung.

Andreas Hilgart

 

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