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Trace Adkins: Love Will… (VÖ: 14. Mai 2013; Show Dog/Universal; erhältlich auch als Download bei iTunes und amazon)

By Andreas Hilgart — Mai 18, 2013

Das 11. Studio-Album des Country-Stars aus Louisiana steht, wie der Titel des Albums ja bereits verrät, ganz im Zeichen der Liebe. Und so drehen sich alle elf Songs um dieses wichtigste Gefühl der Welt.

Schauplatz der Handlung im ersten Song ist ein Truck Stop. Hier macht ein Mann seiner Angebeteten einen  Heiratsantrag vor den versammelten Gästen. Und wie man das dann schafft, dass die Angesprochene dann letztendlich einfach Ja sagen muss, davon erzählt „When I Stop Loving You“. Der Refrain des Titels hat richtigen Ohrwurmcharakter. An den Westcoast Sound der Eagles erinnert dagegen etwas der Song „So What If I Do“. Der Titel zeigt musikalische Elemente des Blues bzw. Jazz – da spielt zwischendrin dann auch mal ein Saxofon, was den lässig coolen Groove des Songs unterstützt. Trace Adkins entfernt sich aber nie ganz vom Country. So ist zum Beispiel die Pedal Steel Guitar auf dem Album irgendwie immer auch allgegenwärtig, wenn der Sound auch nicht immer beim ersten Hören nach Country klingen mag. „Come See Me“ – natürlich geht´s auch hier inhaltlich um das Thema Liebe – ist eine Ballade, bei der Adkins Bariton besonders zum Tragen kommt und im Refrain auch etwas an Brad Paisley erinnert. Na ja, schließlich wurde das Album ja auch von Paisleys ehemaligem Produzenten Frank Rogers produziert.

Trace Adkins - Love Will... - CoverEs sind Songs auf dem Album zu finden, die sich hervorragend auch zum Autofahren eignen. Ein richtig schöner Song zum Cruisen ist zum Beispiel „Right Now“. Inhaltlich geht es in der Regel um Liebeserklärungen und Liebesschwüre. So auch in dem u. a. von Kyle Jacobs und Billy Montana verfasstem „Every One Of You“, einer Liebeserklärung an die scheinbar perfekte Frau, die alle Traumfrauen in sich vereint. In die gleiche musikalische und auch inhaltliche Richtung geht „The Altar Of Your Love“.

Eines der Highlights des Albums ist sicherlich die Coverversion des One Hit Wonders „Kiss You All Over“ der US-Country-Rock-Band Exile aus dem Jahr 1978. Adkins hat die Mitglieder der Band für sein Cover dann sogar mit ins Studio geholt. Wer in den späten 1970ern bzw. 1980ern aufgewachsen ist, dem wir Adkins Version sicherlich eine nostalgische Gänsehaut verleihen. Aufgrund der Zeitlosigkeit dieses noch heute im Radio oft gespielten Songs können sich aber auch sicherlich jüngere Musikfans an dem Titel begeistern.

„If The Sun Comes Up“ ist dann wieder eine Ballade, die Trace Adkins mit seinem eindringlichen tiefen Bariton prägt und deren Arrangement einen richtig schönen Spannungsbogen aufweist.

Dass es immer die Frauen sind, die dafür verantwortlich sind, dass die Männer nicht vom richtigen Weg abkommen, das beweist der Titel „Say No To A Woman“. Es folgt die Vorabsingle „Watch The World End“, ein Duett mit der Folk-Pop-Singer-Songwriterin Colbie Caillat. Geschrieben vom Newcomer Brett Eldredge (Gary Allan) und Jeremy Spillman (Lee Ann Womack), geht es hier um ein Paar, das beschließt, zusammenzubleiben, in guten und in schlechten Zeiten und das sogar bis zum Ende der Welt.

Der Titelsong „Love Will“ bildet schließlich das hymnenhafte Finale des Albums. Für den gospelhaften Charakter des spirituellen Titeltracks sorgt der Harlem Gospel Choir.

Neben Frank Rogers zeigt sich für die einzelnen Songs eine Top-Riege an Produzenten verantwortlich, wie z. B. Tony Brown oder Mark Wright. Sie sorgen auch dafür, dass das Album trotz des strikten Leitmotivs äußerst abwechslungsreich klingt. Ein Album, das auch bei mehrmaligem Hören nie langweilig wird und das die unterschiedlichen Gefühle des inhaltlichen Leitmotivs sehr gut eingefangen hat. Musikalisch ist das Album Countryrock vom Feinsten. Natürlich eine absolute Kaufempfehlung!

Trackliste: 1. When I Stop Loving You, 2. So What If I Do, 3. Come See Me, 4. Right Now, 5. Every One Of You, 6. The Altar Of Your Love, 7. Kiss You All Over (feat. Exile), 8. If The Sun Comes Up, 9. Say No To A Woman, 10. Watch The World End, 11. Love Will

Andreas Hilgart

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